Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 5 (5.1849)
- Date
- 1849-05-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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u Geschichte der Bekehrung eines Jsraeilten zum Chriftenthume von Dr. Fr. Ln St. (Fortsetzung^) Die Mutter hatte ihn innigst gebeten, vow nachbarlichen Hause fortzubleiben, aber Tags darauf rief ihn Hubert wieder zu sich, und bat sehr, daß er sich doch nicht von ihm scheide« er würde schon erfahren, daß ihm die Speise nicht schaden werde, denn sie wäre ihm von Gott gegeben. Die Nachbarleute hörten aber nicht auf« dem Joseph Liebe zu erweiftn, während der Jacob, der Sohn des alten Hubert« zudringlich gegen ihn war. So geschah es, daß an einem Abend Jacob mit dem Weihwasser, das sich bei den Katholiken an der Pfoste der Thür befindet, auf den Joseph zusprang, um ihn zu taufen; Joseph entlief, Zacob aber lief ihm nach und besprengte den Joseph damit über das ganze Gesicht unter Anrufung des dreieinigen Gottes. Joseph stand vor Schreck anfangs wie angedonnert und glaubte nun sei eine Aenderung seiner Religion zu Stande gebracht, alsbald aber fing er heftig zu weinen an« und lief zu seiner Mutter, und erzählte ihr das Vorgefallene. Sie wurde überaus betrübt, beklagte sein Geschick, schwieg aber. Bon den Nachbarleute» konnte Joseph nicht lassen, sie müden war ihm unmöglich, und so erreichte er das dreizehnte- Jahr unter dem Einflüsse der Liebe Christi im Nachbarhause, undwie wir wohl mit Recht sage» könnten, unter verkehrter Behandlung von Seiten derer, die ihn zu Christo hinwiesen, als der Tag kam, an welchem er »ach jüdischer Sitte confirmirt werden sollte. Darauf hatte sich Joseph lange gefreut, denn es war ihm versprochen worden, ihn dann in die Lehre zu geben, daß er ein Handwerk lerne, wozu er Lust hatte. Es kam aber anders. Da sein Bruder schon bei einem Meister untergebracht war« und de» Eltern, deren Berwögensumstände sich verringerten« viele Ausgaben verursachte, so beschloß«»! sie, den Joseph Rabbiner werden zu lassen, zu welchem Zwecke sie ihn nach! H. - K-« zwei Meilen von seiner Vaterstadt brachten, wo eine Gemeinde-