Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 5 (5.1849)
- Date
- 1849-05-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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«1 Deilage yix Nr 3. -er Prbre Emeth. wußtm aber keine andere anzuführm, als die, daß der Papst das Haupt der Kirche sei. Ehe ich am folgenden Morgen meine Reise weiter fortsetzte, ging ich noch einmal in das Haus, wo sich die Juden versammelt hatten ses war der Versöhnungstag) und hielt eine Ansprache an sie. Zch sprach besonders darüber zu ihnen, daß all ihre Gebete, Thränen Md Fasten feit den letzten 1800 Zähren bei Gott nichts vermocht hätten und nichts vermögen würden, so lange sie nicht an das versöhnende Blut des Lammes glaubten. Zch gab ihnen drei Exemplare der Evangelien, wofür sie sehr dankbar waren, und wünschten mir eine glückliche Reise. Zch reiste nur bis Sandur, einem Orte zwei Stunden von Takok, und da sich der Weg zwischen schattigen Feigenbäumen und üppigen Weingärten hinschlängelte, so legten wir diese kurze Reise mit Leichtigkeit und Vergnügen zurück. Sandur ist ein großes Dorf mit etwa 100 jüdischen Häusern und einigen, die von Kurden bewohnt sind. Der Ort bot bei unsrer Ankunft einen traurigen Anblick dar, denn die Männer waren alle in der Synagoge, und die Frauen verbrachten die langweiligen Stunden dieses lästigen Tages mit Schlafen unter den Bäumen in der Nähe eines rieselnden Baches. Zch beabsichtigte erst meine Wohnung in der Nähe dieses einladenden und stillen Ortes aufzuschlagen, allein die Furcht, den ruhigen Schlaf dieser zahlreichen Gruppen zu stören, veranlagte mich, einen bequemeren Ort nahe der jüdischen Synagoge zu wählen. Meine plötzliche Erscheinung vor dem Gotteshause, in welches vielleicht noch nie ein Europäer gekommen war, machte bei den Versammelten einiges Aufsehen, und alle eilten zu sehen, ob ich der Mann sei, der ihnen von den Zuden in Mosul bezeichnet worden sei, oder ein Türkischer Beamter, dessen Name schon ein wahrer Schrecken für diese unterdrückte Klasse von Menschen ist. Als sie sich vergewissert hatten, wer ich sei, brachen sie alle in ein Freudengeschrei und Willkommen aus, boten mir ihre Dienste 6