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Dibre Emeth · 1849-05-01 · 5 (5.1849) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
5 (5.1849)
Date
1849-05-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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67 Solchen Behauptungen werden wir Christen, die wir die ganze heilige Schrift für Gottes Wort halten, nun fteilich widersprechen müssen; denn wir werden nicht zugeben können, daß das Neue Testament mit dem Alten in solch einen Widerspruch treten kann. Fragen wir nun aber das Alte Testament selbst, so zeigt es sich, daß wir Christen Recht haben und die Juden ebenso den klarsten Aussprüchen wie dem Geiste des Gesetzes und den prophetischen Schriften geradezu Hohn sprechen. Denn gesetzt, es fände sich wirklich im Alten Testamente kein einziger Ausspruch, der so unzweideutig die Obrigkeit als von Gott eingesetzt bezrichnete und aufs bestimmteste Gehorsam gegen sie forderte, wie dies so oft der Fall im Neuen Testamente ist, so würde uns das noch keinesweges berechtigen, daraus zu schließen, daß unter irgend welchen Umständen der Ungehorsam oder die Empörung gegen die Obrigkeit erlaubt oder selbst geboten sei; wir würden dann immer erst den Geist des Mosaischen Gesetzes und der prophetischen Schriften darüber befragen müssen. Dieser Geist aber ist nicht schwer zu erkennen. Denn Moses verlangt von seinem Volke den strengsten und unbedingtesten Gehorsam gegen das ganze von ihm gegebene Gesetz, gegen alle Gebote, auch gegen die, welche die obrigkeitliche Gewalt im Zudenthum betreffen, und wer sich der bestehenden Obrigkeit und den gesetzlichen Einrichtungen widersetzt, der streitet zugleich auch wider Gott, den Herrn, den eigentlichen Gesetzgeber. So z. B., wird das Murren des Volkes Israels wider Moses und Aaron ein Murren wider den Herrn genannt, (2. Mos. 16, 2 u. 8. 4. Mos. 14, 2 «. 27.) und als Korah, Dathan und Abiram sich den Anordnungen des Priesterthums widersetzten, so wurden sie Mit ihrem ganzen Anhänge zur Strafe ihrer Widersetzlichkeit von der Erde verschlungen. Dies zeigt schon deutlich genug, daß das Alte Testament ebenso wie das Neue vollkommenen Gehorsam gegen die bestehende Obrigkeit und gegen die gesetzlichen Einrichtungen fordert. Es fehlt aber auch überdies nicht an bestimmten: Aussprüchen, welche die Obrigkeit ausdrücklich als göttliche Ordnung bezeichnen und daher auch Gehorsam gegen sie fordern. So bekennt Daniel, (Kap. 2, 21) daß 5*

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