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Dibre Emeth · 1849-05-01 · 5 (5.1849) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
5 (5.1849)
Date
1849-05-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott^ verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzef, Per Merstybet Gpttxs! Ordnung. <'Melde fordert auch Petrus von den Christen, wenn er in seinem ersten Briefe (Kap. 2, 13 u.,14) also schreibt: „Seid unterthan aller menschlichen Ordnung, um desHerrn willenes sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm, zur Rache über die Uebelthäter und zu Lobe den Frommen." Und bald darauf (v. 18.) wendet er sich an die Knechte und spricht: „Ihr Knechte seid unterthan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden , sondern auch den wunderlichen." Aber auch Christus selbst lehret nichts Anders. Denn wenn er dem ungerechten Richter Pontius Pilatus auf die Frage: „Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszulaffen?" antwortet: „du hättest keine Macht, wenn sie dir .nicht wäre von oben herab gegeben," so spricht er damit doch ganz bestimmt aus, daß die Obrigkeit von Gott sei und ihre Macht von ihm empfangen habe. Und wenn er den Juden, die ihn versuchten und ftagten, ob es. recht sei, dem Kaiser ZinS zu geben, erwiedert:; „Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gotte, was Gottes ist," so fordert er doch bestimmt genug Gehorsam gegen dir Obrigkeit. -; So das Neue Testament. Was aber lehrt nun das Alte Testament über diesen Gegenstand? Wird das vielleicht die Revolution, oder die Empörung wider die Obrigkeitwenigstens unter gewissen Umständen und Verhältnissen, billigen? Nun, was die Juden von gestern her, und zwar nicht bloß die Reformjudrn, von denen wir ja längst die ärgsten Schriftverdrehungen gewohnt sind, sondern auch selbst die Orthodoxen auf diese Fragen erwiedern werden, wissen wir bereits aus dem,, was ohen von-Ihnen mitgetheilt worden ist. Sie billigen die Revolution nicht, nur von dem Standpunkte ihrer verkehrten religiösen Ansichten aus, sondern suchen ihre Berechtigung sogar aus dem Gesetze Moses und den Propheten nachzuwrisen, sobald dem Molke nicht die Rechte mrd Freiheiten - die es beansprucht, gewährt werden.

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