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Dibre Emeth · 1849-03-01 · 3 (3.1849) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
3 (3.1849)
Date
1849-03-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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M zu empfehlen. Auch muß ich bei dieser Gelegenheit meine Ueberzeugung aussprechen, daß, welches auch der theoretische Unterschied zwischen den Griechen und Papisten sek» mag, die Ersteren praktisch eben so viele Zrrthümer haben wie die Letztem, und dabei weniger von evangelischer Wahrheit. ES sind jedoch nicht hauptsächlich die Zrrthümer unter den Christen dieses Landes, womit wir zu kämpfen haben, sondern es ist die größeste Unwissenheit, in welcher Geistliche und Laien dahin leben und sterben. Zn meinem Briefe des letzten Zahres bemerkte ich, daß wir im Begriffe wären in Zerusalem eine Penstons- und Tagesschule unter der Fürsorge und Aufsicht einer ausgezeichneten englischen Dame zu eröffnen. Die Schule wurde am 10. November 1847 mit zehn oder zwölf Kindern beiderlei Geschlechts eröffnet. Seitdem ist die Zahl der Kinder auf der Liste bis auf 2l gewachsen, allein es sind nie mehr als 18 auf ein Mal in der Schule gewesen. Die Ursache davon ist, daß die jüdischen Eltern, die da wünschen, daß ihre Kinder etwas lernen sollen, dieselben einen, zwei, oder vier Monate in die Schule schicken, bis sie von ihren Freunden und den Rabbinern vermocht werden, sie zurückzuaehmen. Da dies aber stets gegen den Willen der Kinder geschieht, so bin ich überzeugt, daß es sich früher oder später zeigen wird, daß der Eindruck, den sie mit sich nehmen, nicht verloren sein wird, und daß Einiges von dem ausgestreuten Saamen Frucht bringen wird. Von den 18 Kindern, die seit mehreren Monatm regelmäßig die Schule besuchen, gehören 9 jüdischen Proselyten, 4 gebornen Christen und die übrigen jüdischen Eltern an. Zhre Fortschritte sind sehr befriedigend gewesen, obschon es keine geringe Aufgabe ist, sie zu einiger Ordnung und zum Gehorsam zu bringen. Als Pensionäre konnten wir bisher nur Mädchen bekommen und hatten niemals mehr als fünf auf einmal, indem die Zuden sich nicht entschließen können, ihre Kinder bei Christen essen zu lassen. Um die Knaben in Ordnung zu erhalten und damit sie den ganzen Tag unter den Augen der Lehrerin sind, erhalten die meisten von ihnen, da sie arm sind, ihr Mittag in der Schüle.

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