Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 3 (3.1849)
- Date
- 1849-03-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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38 ihm die Welt Schmähliges hat ««gehängt". Und Herr Vr. Sachs in Berlin ergreift an den Särgen der am 18. und 19. März Gefallenen das Wort „im Namen jenes uralten Bekenntnisses, das als lebendiger Zeuge der Weltgeschichte und Weltgeschicke seit Jahrtausenden dasteht, im Namen jener alten Gotteslehre, die der Menschheit ihren Gott gebracht, die sie gelehrt, in den Stürmen und Wogen der Ereignisse die leitende und waltende ewige Vorsehung zu schauen, — die durch den begeisterten Mund ihrer Herolde, die Propheten, für Wahrheit und Recht das Wort genommen, im Namen jenes alten, ewigen Bundes, der den Gedanken der Brüderlichkeit, liebender Theilnahme des Menschen am Menschen in ihrem Kreise zuerst begründet und gepflanzt", in diesem Name» nimmt er das" Wort „aus tiefbewegter Brust" in jenem „erhabenen weihevollen Momente" und rühmt die „Dahingeschiedenen" als Helden, die für „die würdigsten Ziele" gerungen haben, und schließt dann mit den Worten: „Gesegnet war ihr Ausgang, gesegnet sei ihr Eingang in das Reich Gottes, in das Reich des Lichts und der Versöhnung, in das Reich der Wahrheit und Klarheit, in das Reich der Liebe und Milde. Mögen sie aus dieser Stätte der Verklärung hinabschauen auf eine Erde, auf welcher Wahrheit und Recht, Liebe und Einigkeit, die Güter, für die sie gestritten, als eine Saat des Heils aufwachsen, und zu einem mächtigen Baume werden, der die versöhnte Menschheit mit seiner reichen Blätterkrone beschatte". Und auch vr. Zunz sieht „in dem Worte des Trostes an die Hinterbliebenen der Märzhelden Berlins" „die feurigen Wagen und die feurigen Pferde, welche die für Recht und für Wahrheit gefallenen Gottesmänner in den Himmel entführen" und vernimmt „die Gottesstimme, welche ihre Namenadelt". Also können die Märzhelden, wenn sie Gottesmänner sind, und wenn Gott sie selbst adelt, auch nur nach dem Willen Gottes, wie er sich im Zudenthume kund giebt, folglich nach den Grundlehren der jüdischen Religion gehandelt haben. Auch der Zsraelit des 19. Zahrhunderts leitet die Revolution von einem gnädigen Walten Gottes her und hält sie für eine neue Offenbarung Gottes. Es heißt in No. 16., Seite 127.