Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 3 (3.1849)
- Date
- 1849-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ist bke Durchdringung der Gesellschaft vom religiösen Bewußtsein, der Aufbau der Gesellschaft auf religiöser (nicht kirchlicher — das ist ein ungeheurer Unterschied!) Unterlage. Dies ist außer ihm keine andere Religion, und darum ist das Zudenthum allein die Religion der Gegenwart", und weist also den Communismus, wie den Sozialismus von sich ab. Allein wie will er denn die Ausgleichung der „Besitzverhältniffe" zu Stande bringen, wenn nicht auf kommunistischen Wege? und wo wird denn diese Ausgleichung eine Grenze finden, wenn nicht in den kommunistischen Grundsätze: Alle Menschen muffen gleich Mel besitzen? Wie Herr Ph. keinen Unterschied des Standes gelten lassen will, so wird er folgerichtig auch keinen Unterschied des Befitzes gelten lassen dürfen. Oder wer soll denn entscheiden, wie viel der und wie viel jener besitzen soll? Etwa Herr Ph. oder irgend ein anderer Mensch? Daun brauchten wir wahrhaftig keinen Gott mehr, von dem alle gute und alle vollkommene Gabe kommt, auch Segen und Reichthum, Armuth und Wohlstand, Verstand, Macht und Ehre, dann wäre es nicht mehr Gott, der den einen erhöhet und den andern erniedrigt, wie die heilige Schrift, namentlich das Alte Testament es unzählige Mal ausspricht, sondern alles das wäre nur Menschenwerk. Wir brauchten dann Gott gar nicht mehr, die Menschen machen es besser als er und können es besser machen als er. O! welcher Wahnsinn, welche Thorheit! Herr vr. Ph. ist es jedoch nicht allein, der die Revolution nach dem göttlichen Worte billigt und uns darüber belehrt, daß ihr Recht in dem wahren Zudenthume begründet sei, auch die andern jüdischen Blätter bringen Zeugnisse dafür. Der Orient theilt in No. 17. das Gebet mit, das Herr Z. B. Manheimer am Grabe der in Wien Gefallenen gesprochen hat. Zn diesem Gebete sagt Herr Manheimer von den Revokutionshelde», daß sie „den Tod der Gerechten" gestorben sind, denn sie haben „für Wahrheit, Freiheit- Recht und Würde" gekämpft, und da sie mit ihrem Blute und Leben dem Vaterlands einen Sieg errungen, so haben sie „den Namen Gottes geheikiget", und „den einst so glorreichen Name» Israels für ihrm Theil gerettet von dem, was