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Dibre Emeth · 1849-03-01 · 3 (3.1849) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
3 (3.1849)
Date
1849-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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36 oder jenem Fähigkeit und Lust besitzen, daun aber „im großen Ganzen festgehalten", ruft er ihnen zu, „an die Grundsätze unsers Bolksdaseins: an Freiheit, Gleichheit und mögliche Befriedigung aller Menschenkinder! Diese müssen unser Augenmerk, unser Streben sein, so viele Opfer es auch kostet. Diese gebietet uns unsre Religion, diese unsre ganze Vergangenheit, und ohne sie wären wir noch heute — Knechte"! Also das Streben 1) nach persönlicher Freiheit, 2) nach Gleichheit, nach Aufhebung aller Stände, denn es soll ja „kein Unterschied sein zwischen Hoch und Niedrig, zwischen Vornehm und Gering" und 3) darnach, daß Jedermann zu einem Besitzthume gelange, was doch nichts anders heißt, als ein Streben nach Bertheilung der Güter, das ist es, was nach Herrn Ph. die jüdische Religion gebietet und worauf die Zuden ihr „Augenmerk" zu richten haben. Heißt das aber nicht Communismus, Revolution predigen? heißt das nicht die Revolution, durch welche die Zuden zur persönlichen Freiheit gelangt sind, und die von Herrn Ph. und den neuern Zuden so hoch gepriesen wird, noch weiter führen? Doch wir würden kein Ende finden mit unfern Fragen und Antworten, daher überlassen wir es unfern Lesern, die Folgerungen aus der Lehre des Herrn Ph. selbst zu ziehen. Herr Ph. wird freilich dagegen protestiren, wenn wir ihn communistischer Bestrebungen und Lehren beschuldigen, und er thut es schon im Voraus im leitenden Artikel in No. 36. seiner Allg. Zeit. d. Zudenth. Denn nachdem er in diesem Artikel nachgewiesen hat, oder zu haben meint, daß das mosaische Gesetz es damit zu thun hat, „auf der Unterlage der religiösen Lehre, der Lehre von Gott, alle sozialen Zustände aufzukauen, und nach den Prinzipien der Freiheit und Gleichheit ein einiges, festgefugtes Gebäude der Gesellschaft zu errichten", schließt er denselben mit folgenden Worten: „Das wahre Zudenthum ist die Vereinigung der Religion und Gesellschaft, ist die religiöse Anerkenntuiß der Freiheit und Gleichheit, ist die Verwirklichung dieser innerhalb der sozialen Zustände, ist nicht Communismus, nicht Sozialismus, d«se Knechtungen des sozialen Menschen — ist die AusgleichonK der Besitzverhältnjsse,

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