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Dibre Emeth · 1849-03-01 · 3 (3.1849) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
3 (3.1849)
Date
1849-03-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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35 heiligenden (?!) UebeHeugung" sollen die Zuden dann zweitens erwägen^ wie es mit ihnen also geworden. Es ist aber mit ihnen also geworden, indem sie „zuerst ein Volk znsammenwohnend im eigenen Lande, fern im Osten" waren, dann von einem „räuberischen Gewalthaber" ergriffen und über die ganze Erde zerstreut, doch eia Volk blieben, ungeachtet aller der Leiden, die eS erduldet. Dann kam „die Stunde der halben, getheiltm Freiheit" und die Zuden blieben auch da noch „ein Volk", nun aber in der Revolution die Stunde der völligen Freiheit geschlagen, hat Israel aufgehört „ein Volk" zu sein, es ist in die andern Völker aufgegangen, und ist „Nichts anders mehr als eine Religionsgenoffenschaft, eine Glaubensgemeinde, umschlungen von einer Lehre, einem Gottesgebvt, einem Bekennmiß". Was folgt nun für die Juden daraus? Das: alles Bolksthüwliche aufzugeben, den Glauben der Väter aber festzuhalten, ja noch mehr, diesem Glauben auch unter den Völkern Geltung zu verschaffen. Denn „es lagen von Anbeginn an in dem jüdischen Bolksdasein bestimmte Grundgesetze ausgesprochen, zu deren Träger die Zuden bestimmt waren, wie der Lehre vom einigen Gott". Und diese Grundgesetze sind: „1) das Gesetz der persönlichen Freiheit, daß kein, Sklave, kein Geknechteter sein solle in Zsrael, 2) das Gesetz der Gleichheit, daß kein Unterschied in Zsrael sein sollte zwischen Hoch und Niedrig, zwischen Vornehm und Gering, 3) das Gesetz, daß Zedermann ein gewisses Besitzthum haben, Niemand ohne genügende Befriedigung seines noihwendigen Lebensbedarfes sein sollte". Diese drei Grundgesetze, die „vom Gottesmann Mosche dem Volke Zsrael eingepfianzt", die sich Zsrael zu allen Zeiten bewahrte, „auf welche hin Zsrael unter den Völkern auf Freiheit und Gleichstellung dringen könnte",. diese dürfen die Zuden niemals aufgeben, sondern sie müssen sie bewahren und tragen, „bis die Menschheit ebenso diese zu ihrer Grundlage gemacht, wie bis sie die Erkennmiß des einigen Gottes völlig zu der ihrigen gemacht". Zum Schluffe fordert nun Herr Ph. seine Zuhörer auf, zu wirken was sie können, sich nicht von andern Völkern abzusondern, sondern ihre Kinder einzuführea in alle Zweige des Lebens je nachdem sie zu diesem 3*

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