Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 2 (2.1849)
- Date
- 1849-02-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Forschen «ach der Wahrheit fortzuhelfen, ich doch nicht ihren Entschluß, gegenwärtig ihre Kirche zu verlassen, billigen könnte, und daß der einzige Rach, den ich ihnen geben könnte, der sei', fortzufahren das Wort Gottes mit Gebet zu lesen und es zum Führer für. ihr ganzes Leben zu nehmen, und so in ihrer Kirche zu-bleiben, bis sie-des Evangeliums wegen Herausgetrieben würden, wenn es bis dazu kommen sollte. -Nachdem noch einige Briefe gewechselt worden warenmachte sich einer der Missionare mit einem verständigen eingkbornen Christen auf den Weg,- die Sache an Ort and Stelle zu untersuchen, wo sie fanden, wie zu erwarten standbaß die Leute bis jetzt nur eine dürftige Kenntniß der Schriftwahrheit hatten, was sie jedoch tief zu fühlen schienen, und! daß die- Familienhäupter von ungefähr 70 Seelen (von den 400 griechischen Christen des Orts) ein gegenseitiges Versprechen Unterzeichnet hatten, - in dem Forschen in der Schrift und besonders in dem Streben, daß ihre Kinder nach dem reinen Worte Gottes erzogen würden, zusammenzuhalten, und daß auch noch andere Gleichgesinnte da wären, die aber aus Gründen der Klugheit noch nicht aufgefordert worden wären, diese Schrift zu unterzeichnen. Etwas später richteten sie eine Bittschrift an mich, die einen bescheidenen und durchaus schristgemäßen Geist athmete, und in welcher sie andeuttten, daß sie in Verbindung mit der griechischen Kirche bleibe« wollten, aber mich ernstlich baten, daß ich Mitleiden Mit ihren Kindern haben und sie mit den Mitteln versehen Möchte, ihnen eine schriftgemäße Erziehung zu geben, deren Mangel sie selbst so tief fühlten. Zudem ich alle diese Umstände erwog, wurde ich veranlaßt sogleich ein Haus zu kaufen, groß genug zu einer Knaben- und Mädchen-Schule und zür Wohnung für die Familie eines Lehrers, und bestimmte einen verständigen und viel versprechenden jungen Mann, ursprünglich aus Nazareth, aber gegenwärtig in Nablus wohnend, zum Lehrer unter der Aufsicht von zwei sehr einflußreichen Christen des Orts. (Schluß folgt.)