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Dibre Emeth · 1849-01-01 · 1 (1.1849) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
1 (1.1849)
Date
1849-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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dar« gedrungen fühle«, da es ihnen nicht unbekannt war, daß wir Christen Christum ÄS Gott verehren und, wen» dies ArrthutN ist, wir die schauerlichste aller Abgöttereien treiben und daher nur unglücklich und unselig sein können, ausgeschlossen sein müssen Non dem seligen Reiche des Vaters im Himmel. Ueberdies werden fie auch zugeben müsse», daß ihre Väter ganz recht thaten, wenn sie das Christenthum sogleich bei seinem Entstehen und in feinem er» sten Aufkeimen zu ersticke« suchten, wenn fie die erste« Christen verfolgten und tödteten; denn fie kämpften damit ja nur für dieselbe Freiheit, für die man heute kämpft, und gegen den AbM« glauben und die Abgötterei und die schauerliche Knechtschaft der Unterwürfigkeit unter die Obrigkeit, die das Christenthum ftrdett. Doch es ist Zeit, daß wir zu unserm Gegenstände zurück kehren und zunächst sehen, was die Juden selbst über ihre Theilnahme an der Revolution, oder, nennen wir fie lieber bei dein rechten Namen, au der Empörung des vorigen Zahres sagen, es wird fich daraus ergrbm, daß es nichts anders ist, als was in irgend einem Blatte, und wäre eS mit den stärksten Farben aufgetragen, hat ausgesprochen werden können, denn es ist kaum denkbar, daß die jüdischen Blätter von irgend einem andern überboten werden können. Folgen wir nun dem Gange der Ereignisse. Ueber die Theilnahme der Juden an der Februar-Revolution in Paris lesen wir wenig in den jüdischen Zeitschriften. Wie dieselbe aber von den Juden, und selbst von den Rabbiner« angesehm und mit welchem Zubel fie begrüßt worden ist, beweist der Hirtenbrief des Oberrabbiners, Ormud Arons, zu Straßburg, den wir in No. 5. dieser Blätter im vorigen Jahre unser« Lesern mitgetheilt haben. Zn diesem Hirtenbriefe ruft der Herr Oberrabbiner unter andern aus: „Israeliten! die Fahne, die heute auf dem großen Nationalschilde der französischen Republik wallet, erkennt Ihr fie? Es ist die heilige Standarte, die der Ewige» inmitten der Blitze des Sinai, Mosen einst anvertraute; es ist das Symbol der Rechte der Menschheit, welche unsere Propheten muthig verkündigten, inmitten eines Volkes, das unter den DespotismuS seinen Nacken beugte; es ist die nämliche Fahnedir

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