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Dibre Emeth · 1849-01-01 · 1 (1.1849) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
1 (1.1849)
Date
1849-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 men undunS dagegen versichern werden, ihre Religion, das reine Zudenchum, wie es in dem Gesetz Moses, den Propheten und selbst im Thalmud enthalten sei, lehre eine solche Freiheit und gebiete sogar für diese Freiheit bis auf Leben und Tod zu kämpfen. Allein ohne un« auf eine Untersuchung darüber einzulassen, ob das Zudenchum wirklich das lehre und gebiete, fragen wir ganz einfach, wie sich die Juden dann auch nur im geringsten darüber beschweren können, wenn sie als die Urheber und die Seele der Umwälzungen im verflossenen Zahre angeklagt werden und bisher von den Christen von der Theilnahme an der Regierung ausgeschlossen worden sind. Denn lehn die jüdische Religion wirklich eine Freiheit, wie man sie jetzt anstrebt, eine Freiheit, die auf Ungehorsam gegen die Gesetze, auf Entthronung der von Gott verordneten Obrigkeit gegründet ist, und gebietet sie für eine solche Freiheit bis auf Leben und Tod zu kämpfen, so werden die Juden, wenn sie anders ihrer Religion treu sind, sich auch überall an die Spitze des Kampfes für solche Freiheit stellen, dieselbe wenn sie errungen, bewachen und das Christenthum, welches Gehorsam gegen jede Obrigkeit gebietet, als den furchtbarsten und grausamsten Despotismus zu bekämpfen und auszurotten suchen müssen. Und ist die jüdische Religion, wie man so oft und kühn behauptet, wirklich die allein wahre und göttliche, die sich noch bei allen Völkern der Erde Anerkennung verschaffen muß, dann haben sich die Juden eines furchtbaren Verbrechens gegen uns Christen schuldig gemacht, denn dann war es ihre heilige Pflicht, daß sie uns längst schon ihre Religion predigten und uns so des Glückes und der Seligkeit, die sie genießen, theilhastig zu machen suchten. Daß sie bisher der schwächere und unterdrückte Theil gewesen sind, kann ihnen nicht zur Entschuldigung dienen. Denn so gut sie jetzt ihr Leben für die politische Freiheit einsetzen können, so konnten und mußten sie es immer für die religiöse Freiheit, für die Wahrheit, sie konnten es so gut wie die Apostel und alle Missionare, die gern ihr Leben dahin gegeben haben, um nur ihren Glauben zu verbreiten, den sie für den allein wahren und seligmachende» hielten, und sie mußten sich um so mehr

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