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Dibre Emeth · 1849-01-01 · 1 (1.1849) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
1 (1.1849)
Date
1849-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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4 gegen göttliches und menschliches Gesetz genannt und den Zuden derselbe Ancheil daran zugeschrieben, so sollte dies entweder nicht wahr sein und man nannte eS eine Berläumdung und Aufreizung zu Haß und Verfolgung, oder man schmähte und lästerte. Wir wollen nun sehen was Wahres und Falsches an jenem Ruhme oder an jener Bezüchtung der Theilnahme an der Revolution und Len großen Umwälzungen von Seiten der Zuden ist. Damit wir aber jeden Schein der Parteilichkeit vermeiden und keinen Anlaß geben zu der Anklage, als ob auch.wir zu Haß und Verfolgung der Zuden aufreizten, wollen wir die Stimmführer unter Israel selbst reden lassen. Daraus wird sich allerdings ergeben, daß die Zuden, wie sie sich schon seit langer Zeit an allen Bewegungen sowohl auf dem religiösen als auch auf dem politischen Gebiete stark betheiligten, auch an den Umwälzungen und so hochgepriesenen Errungenschaften des vorigen Zahres ihren großen Ancheil haben, ja es wird vielleicht den Anschein gewinnen, als ob sie wirklich die Seele der Revolution gewesen wären oder wenigstens sich selbst dafür hielten; allein wie gern wir ihnen auch das Erstere einräumen, das Zweite können wir ihnen nicht zugestehen. Denn dagegen spricht schon der Umstand, daß sie in den religiösen Bewegungen den Christen nie vorangegangen, sondern immer erst nachgefolgt sind, wie z. B. in ihren Reformbestrebungen. Diese waren doch nichts anders als eine Nachäffung der Christen, die sich bis auf die geringfügigsten Dinge erstreckte. Nicht genug, daß sie ihren Gottesdienst ganz nach dem christlichen rinrichteten, daß sie Gesang und Predigt einführten, den Glauben der Väter für den Unglauben und Geist der Zeit Hingaben und vertauschten, sondern ihre Rabbinen mußten nun auch Prediger heißen und bei ihren Predigten in einer Kleidung erscheinen, die dem Ornate der evangelischen Prediger ziemlich gleicht, und selbst der Titel Hochehrwürden oder gar Hochwürden durste nicht fehlen. Und dann, woher haben denn die Zuden ihre Freiheits- und Umsturzideen? Gewiß weder aus dem Thalmud noch aus der Bibel, sondern allein von den ungläubigen und. abgefallenen Christen. Wir wissen zwar, daß sie uns eine solche Behauptung sehr übel neh-

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