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Dibre Emeth · 1849-01-01 · 1 (1.1849) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
1 (1.1849)
Date
1849-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Z Ereigniße des vergangenen Jahres auch in diesen Blätter« zur Sprache zu bringen. Wir fühlten längst schon das Bedürfniß, unsre Meinung darüber frei und offen auszusprechen, konnten uns aber immer nicht dazu entschließen, weil wir uns scheuten, die Grenze, die wir «ns gesteckt, zu überschreiten, daS rein religiöse Gebiet zu verlassen und, wenn auch nur dann und wann, auf das politische hinüber zu schweifen. Allein da die gegenwärtigen politischen Bewegungen und Umwälzungen so genau mit der Religion verwachse« sind, daß sich beide nicht von einander trennen lassen, so könnm wir unscrm ursprünglichen Borsatze nicht ganz treu bleiben, sondern müssen uns bisweilen eine Abweichung davon gestatten. Natürlich aber werden wir uns auch dann in gewissen Schranken halten und nur das in den Kreis unsrer Besprechung hineinziehen, was das Volk Israel betrifft. Das soll denn nun auch jetzt geschchen, wenn wir emen Blick sowohl in die Vergangenheit, womit wir vorzüglich das verstoßene Jahr meinen, als auch in die Zukunft werfen wollen. Wir wollen sehen, welchen Antheil die Juden an den großen Begebenheiten des vergangenen Jahres genommen, und welche Folgen dies wahrscheinlicher Weise für sie haben wird. Zu verschiedenen politischen Blättern ist bchauptvt worden, daß die Juden bei den gewaltigen Umwälzungen im vorigen Jahre eine Hauptrolle gespielt hätten, ja, daß sie eigentlich die Seele und die Triebfeder derselben gewesen seien. Je nachdem dies lobend und anerkennend, oder tadelnd und verabscheuend ausgesprochen worden ist, haben es auch die Juden entweder mit Wohlgefallen oder Entrüstung ausgenommen. Wurde die Revolution als eine große, heilige That und der Kampf gegen Gesetz und Ordnung M ein Kampf gegen die Knechtschaft und für die Freiheit und Menschenrechte bezeichnet und dabei bemerkt, daß die Juden auch ihren Theil daran hätten und als tapfere Freiheitshelden in den Kämpfen nicht nur mitgestritten hätten, sondern Andern selbst «oraogegangen wären, so wurde dies mit Jubel in verschiedenen jüdischen Zeitschriften ausposaunt. Wurde die Revolution aber als etwas Verwerfliches bezeichnet und mit Recht Empörung 1 *

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