Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 1 (1.1849)
- Date
- 1849-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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■' 2 , . .V " -■h4#-%-■ : - alle erwachsen und erblühen. Bon diesem Geiste ergriffen und beseelt legte man auch alsbald Hand ans Werk. Man suchte fich mit GWftlt von her vermeintlichen Knechrfchast M befrLien und in den Besitz der verheißenen Güter zu setzen. Die gesetzlichen und geheiligten Bapdezwischen Lbrigkeit und llnterthgnen wurden gelöst, alle Htfichsidm N«chäktNisse und OtdnUngrn Heils völlig umgekehrt, Heils tief erschüttert, die Majestäten wurden gelästert und geschmäht und mit unheiligen und blutbefleckten Händen rüttelte man an ihren Thronen, um sie umzustürzen und sie entweder für immer zu entfernen oder sich selbst darauf zu setzen. Auch das Heiligste, die Religion, der Glaube, blieb nicht unangetastet. Denn damit, daß man Staat und Schule von der Kirche zu trennen suchte und als rrligions- und bekenntnißloS hinstellte, wollte man doch nichts anders bezwecken, als sich des Einflusses der Kirche und ihres Bekenntnisses entledigen, um desto ruhiger und ungestörter seine Wege gehen zu können; und hat man diesen Zweck erst erreicht, dann wird man auch bald an die Kirche selbst Hand anlegen und sie zu vernichten suchen. Denn ist der Mensch erst dahin gekommen, daß er nicht bloß aus Leichtsinn, sondern mit recht wohlbedachtem Borsaß seinen Bürger- und Unterthaneneid brechen kann und solche Eidbrüchigkeit nicht als Verbrechen, sondern als Tugend betrachttt und deswegen nicht bloß Straflosigkeit, sondern selbst Belohnung dafür beansprucht, dann beweißt er damit, daß auch das letzte Fünkchen von Religion und Glauben an eine vergeltende Gerechtigkeit Gottes aus seinem Herzen verschwunden ist, daß er jeder Religion, jedem Bekenntnisse und Gott selbst Hohn spricht, und die nothwendige Folge davon ist, daß er ein persönlicher Feind Gottes wird und bei Andern de» Glauben zu untergraben und aus den Herzen herauszureißen sucht, mit einem Worte, daß er die Kirche, die den Glauben nährt, zu vernichten trachten muß.; Wenn nun am Schluffe dieses verhäagnißvoüen Jahres sich der Sturm einigermaßen gelegt hat und in die bewegten und aufgeregten Gemücher einige Ruhe wieder eingrkchrt zu sein scheint, so halten wir dies «für einen geeigneten Zeit? und Ruhepunkt, die