Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 11 (11.1848)
- Date
- 1848-11-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2554541-2554584-2554596--00895-2556705- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
lm atu Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bösen Wesen. Wamm wollt ihr sterben ihr vom Hause Israel?" Dann war es auch das Amt der Propheten, den wahr reN Sin« des bereits gegebenen Wortes zu enthüllen und tiefer in das Berständniß desselben einzuführeo, wie auch neue Aufschlüsse über die ewigen Rathschlüsse Gottes zur Erlösung Israels und des ganzen Menschengeschlechts zu geben, wie dies besonders bei ZesäiaS und Sacharjah deutlich hervortritt. Bor allen Dingen aber war es vochwendig, daß der Prophet mit dem heiligen Geiste erfüllt und von demselben erleuchtet war. Denn ohne denselben vermochte er eben so wenig, wie jeder andere Mensch, weder die Zukunft zu erschauen, noch in die Tiefen des Wortes Gottes hinabzvsteigen und den verborgenen Sinn desselben zu erforschen, noch die Rathschlüsse Gottes zur Seligkeit des Menschen zu erkennen, noch endlich ohne Furcht und mit Dransetzung seines Lebens, Jedermann Buße zu predigen. Man könnte sagen, die Propheten waren der Mund Gottes, durch den er, der Herr, zu uns Menschen geredet und uns in jeder Beziehung seinen Willen und Rathschluß zu unsrer Seligkeit kund gethan hat. Es fand zwischen Gott und den Propheten dasselbe Berhältniß statt, wie zwischen Moses und seinem Bruder Aaron. Der Herr spricht zu Moses: Er, nämlich dein Bruder Aaron, soll dein Mund sein, und du fällst sein Gott sein (2. Mos. 4, 6.). Und an einer andern Stelle spricht er: „Siehe, ich habe dich einen Gott gesetzt über Pharao; und Aron, dein Brudersoll dein Prophet sein. (2. M. 7, 1.) Aus dem allen aber erhellet ganz klar, daß die Propheten in einem ganz besonders innigen und vertrauten Verhältnisse zu Gott standen; fie waren Freunde Gottes and freuten stch seines besonder» Umganges. Daher denn auch die Väter, Abraham, Isaak und Jakob, Propheten genannt werden. (1. M. 20, 7.' Ps. 105, 15.) Wir werden nun zu untersuchen haben, ob dem Messias nach den Verheißungen diese Eigenschaften und Merkmale zukommen, ünd wenn stch das ergiebt, dann werden wir auch zugeben