Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 9 (9.1848)
- Date
- 1848-09-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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schränkungen, die ihnen ehemals aufgelegt waren, schon gefallen und die Aussicht auf Beseitigung der noch übrigen eröffnet. Was ist der Grund davon? Zst es ein größerer Eifer im Wandel nach dem väterlichen Gesetze? Im Gegencheil, da wo die Berbefferung der äußeren Lage am weitesten vorgeschrittm ist, wo man dem Ziele einer völligen Verschmelzung der Juden mit den übrigen Bewohnern des Landes am listigsten entgegenstrebt, da ist auch der Eifer für das väterliche Gesetz am meisten erkaltet und was man da noch Judenthum nennt, ist nichts, als ein bloßer Deismus, bestehend aus einigen Sätzen der sogenannten natürlichen Religion und dem, was in der Christenheit seit einigen Jahrzehnten unter dem Namen Aufklärung oder Rationalismus sich Geltung zu verschaffen gesucht hat, nachgebildet. Wo aber der Eifer für die alten Satzungen noch am meisten gestmden wird, da ist auch noch das meiste von Einschränkung und Druck zu finden. Oder, wenn also ein größerer Eifer der neuen Zeit für das Gesetz der Grund des gewendeten Gefängnisses offenbar nicht sein kann, sind die Juden der heutigen Zeit in moralischer Beziehung etwa ihren Vätern vorausgeschritten? Auch das kann man nicht sagen, ohne der Wahrheit zu nahe zu treten und ihre eigenen Stimmführer bezeugen, daß mit der Abnahme des atte« Glaubens auch die alte Reinheit der Sitten abgenommen habe und das junge Geschlecht verwildere. (Schluß folgt.) Ei« Wort zu Gunsten Israels. Gar mancher ernste Christ wurde wohl in den letzten Monaten von Schmerz ergriffen, wenn er las: wie an der Spitze vieler Alles umstürzenden Bewegungen Israeliten standen und gleichsam An- und Wortführer waren. Bon jeher aber hat man es so gemacht, daß das, was einzelne Juden gethan haben, allen zur Last gelegt wurde. Allein es giebt in Städten, sonderlich