Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 9 (9.1848)
- Date
- 1848-09-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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152 heißung giitg in etföffütig, Bemt die, welche im Exil zu dem Hern» sich bekchrtM, erlangte» Hülfe von ihm und sie kehrtm endlich zurück in das Land ihrer Väter. Go vechielt fich damals das Schicksal Israels zu seinem Verhalten. Warum sollte es nun in der Zeit des zweiten Eriles «Wevs sein? Wo ist ein Wort Gottes, welches so etwas andeutete? Wckcher Prophet Hat von dieser Zerstreuung geredet vüd gesagt, sie sei nicht Strafe für einm Abfall von dem Herrn, sondern Prüstmg der Treue und Vorbereitung zu künftigen großen Dingen? Go muß also Mosts Wort, das er von den künftigen Schicksalen Israels geredet hat, noch immer gelten und Israel muß, wenn es anders nicht seinem eigenen Lehrer und Propheten widerspreche» will, nothwendig bekennen, daß es um seiner Sünde Willen verstoßen sei, und daß nicht etwa nur ein böses unverdientes Geschick es betroffen habe, wie seine verblendetm Leiter, die es gern auf seinen Irrwegen erhaltm möchten, ihm sagen, sondern es leide um einer von den Bätem überkommenen und von de« Kindern fortgesetzten und gehäuften Schuld willen. Solche Rede klingt freilich denen, die es bettifft, sehr hart und fie halten dieselbe für eine Aeußerung des Haffes gegen sie; ja auch unter der Christenheit giebt es'jetzt Biele, welche meinen, es sü Unduldsamkeit Und der christlichen Liebe zuwider, wenn man so redet. Aber vor Gott, aus dessen Worte unsre Ansicht über Israel und seine Schicksale geschöpft ist, bezeugen wir, daß nicht Unduldsamkeit oder Feindseligkeit gegen Israel, sondern allein der aufrichtige Wunsch, Israels Heil zu fördern, uns beseelt, indem ww dies schrüben. Denn verlangt etwa die Liebe, daß man dem Worte Gottes zuwider das Schwarze weiß nenne? Ist das Liebe, würN Man dem Kranken einreden will, er sei gesund und habe Nicht nöthig, für seine Wiederherstellung zu sorgen, während doch sein Men in Gefahr schwebt und ihm geholfen werden könnte, wenn er seinen Zustand erkennen und sich nach der Hülfe des Arztes «mschen würde? Oder verlangt die Liebe etwa, daß man dem, der unwissend am Rande eines Abgrundes wandelt, sage derWhg vor Hm sei gerade und ohne Gefahr? Eine Liebe, die