Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 9 (9.1848)
- Date
- 1848-09-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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eigentlichen Sinne des Wortes verstanden werden, so enthält B. 3. der angeführten Stelle ein Doppeltes: Wenn die «m Hrep Sünde willen zerstreuten Israeliten sich bekehren werden zu dem Herrnso will er erstens ihr Gefängyiß wenden und sich ihrer erbarmen, d. i. ihre Lage verbessern und ihnen wohlthuu, aber dabei soll - es nicht bleiben , sondern der Herr will auch zweitens ihr Rationalleben wieder Herstellen, daß sie picht mehr unter fremder Herrschaft stehen, sondern wieder ein selbstständiges Volk bilden. Vergleichen wir nun mit dieser Weissagung die Geschichte der Israeliten von Moses und Zosua an bis auf den Untergang des jüdischen Staates, so finden wir sogleich die merkwürdigste Uebereinstimmung. Sobald die Israeliten nach dem Tode Zosuas und nach dem Tode der Aeltesten, die zu der Zeit gelebt und alle die Wunder, die der Herr that, gesehen hatten, den Herrn verließen und Baalim nachwandelten, so erfolgte auch sogleich der Anfang der gedrohten Strafe „der Zorn des Herrn entbrannte über Israel: und gab sie in die Hand derer, die ste raubeten, daß sie sie beraubeten; und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden wiederstehen." (Nicht. 2, 14.) Sobald aber das Volk sich wieder zu ihm wendete und zu ihm schrie, so erweckte er ihm auch wieder einen Erlöser, der es befreite von der Hand seiner Dränger und er gab Glück, so lange der Richter lebte, den er erweckt hatte, und so lange er das Volk in der Treue gegen den Herrn erhielt. Wenn aber der Richter tobt war und das nachfolgende Geschlecht den Abfall erneuerte, so erneuerte sich auch die Sttafe bis auf neue Bekehrung eine neue Errettung folgte. Und so ging es auch noch zu der Zeit der Könige, unter den guten, die auf dem Wege des Herrn wandelten , Recht und Gerechtigkeit jm Lande handhabten und dem Götzendienste steuerten, hatte man Gluck, unter den gottlosen Königen aber erfolgte mit der Untreue des ihnen ähnlichen Volkes auch sogleich Unheil , und Schaden, bis das Maß der Sünde erfüllt war und das ganze Volk in die Verbannung wandern mußte, wie der Herr gedroht hatte. Aber auch die Ber-