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Dibre Emeth · 1848-08-01 · 8 (8.1848) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
8 (8.1848)
Date
1848-08-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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so begegnen uns allerdings gar manche Stelle», die von einer Zerstreuung der Juden handeln, aber unter diesen allen ist nicht eine einzige, welche diese Zerstreuung oder chre Fortdauer als etwas Wünschenswerthes, oder als einen Fortschritt in der Entwicklung des Zudenthumes darstellte, wodurch, wie die jetzigen jüdischen Reformfreunde sagen, das Zudenchum die Form der Nationalität abstreifen und sich zur Weltreligion gestalten sollte. Das wird nirgends gesagt und nirgends wird verheißen, daß die Juden für immer nach Gottes Willen in der Zerstreuung bleiben und in derselben einen Einfluß auf andere Völker ausüben sollen; sondern überall, wo von einer Zerstreuung des jüdischen Volkes die Rede ist, da wird dieselbe nur als eine Sttafe des Abfalles von Gott dargestellt, welche mit der durch diese Strafe bewirkten Bekehrung auch wieder aufhören werde, denn die Strafen Gottes über Israel, das wird an vielen Stellen ausdrücklich verheißen, sollen niemals die Vertilgung des Volkes bewirken, sondem allezeit so beschaffen sein, daß dasselbe darunter doch fortbesteht, bis es sich endlich zur Buße leiten läßt und sich wieder zu dem wendet, der es geschlagen hat, damit er es auch wieder heile. Aber von einer auch nach der Bekehrung des Volkes noch fortdauernden Sttafe desselben oder gar von einem Leiden der Juden als Märtyrer der Wahrheit weiß die heilige Schrift nichts und das würde auch mit ihrer ganzen Lehre und allen ihren Verheißungen in direktem Widerspruche stehen. Man könnte uns zwar hier diejenigen Stellen der Propheten entgegen halten, in welchen die Völker, welche Israel bedrängt hatten, gescholten, der Ungerechtigkeit angeklagt und für das Uebel, welchesie Israel zugefügt haben, mit Sttafe bedroht werden, während den bekehrten Israeliten Errettung von der Hand ihrer Dränger verheißen wird; aber in allen diesen Stellen der Propheten wird deutlich genug gesagt, daß die Heiden nur darum gescholttn werden, weil sie, anstatt sich als Zuchtruthen in der Hand des Herrn zu erkennen und sich selbst vor dem Herrn zu demüchigen nur ihren Muthwillen an den Juden zu üben gedachten, und dieselben Propheten, welche die Heiden schelten über das Nebel, das sie an

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