Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 7 (7.1848)
- Date
- 1848-07-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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119 Reichs spurlos verschwunden sind, obgleich auch sie Abrahams Samen waren nach der Geburt, aber sie waren es nicht nach dem. Geiste und hielten nicht an dem Bunde, so wurden sie los von der Verheißung, die dem Abraham und seinem Samen gegeben war und traten zurück in die Reihe der. übrigen Völker, die durch Abrahams Samen gesegnet werden sollen. Zuda aber, das doch so oft gleicher Sünde sich schuldig gemacht hatte wie das Volk der 10 Stämme, wurde aus der Gefangenschaft in Babylon zurückgerufen und besteht bis auf den heutigen Tag als ein abgesondertes Volk, denn auf Zuda ruhte die Verheißung, daß aus Zuda kommen solle der Held, dem die Bokker anhangen (1. Mos. 49, 10.) und durch welchen sie vermöge dieses Anhängens gesegnet werden. Zst also die Verheißung nun an Zuda erfüllt? Zst vyn Zuda die Erkenntniß Gottes gekommen zu den anderen Völkern? Zst von Zuda das ausgegangen, was aller andern Völker, die es angenommen haben, Segen ist, und aller anderen, die es noch annehmen, Segen werden kann? Za von Zuda ist es ausgegangen. Von Zuda aus ist der Segen gekommen auf alle Völker, die da gesegnet sind und dieser von Zuda ausgegangene Segen geht noch immer weiter auch zu denen, die desselben noch nicht theilhaftig geworden sind oder sich jetzt noch davor verschließen. Aber, wie ist. dieser Segen ausgegangcn von Zuda? Wie geht er noch jetzt aus? Zst er ausgegangen oder geht er aus von ganz Zuda oder doch wenigstens von dem Kerne Zuda's, von denen, die sich als das eigentliche Volk und als die Repräsentanten seines Geistes ansehen dürfen? Wäre es so, dann möchte allerdings der Stamm Zuda, das jetzige jüdische Volk, sich, für den verheißenen segnenden und gesegneten Samen Abrahams ansehen, dann möchte die Zdee als begründet gelten, daß das jüdische Volk als solches von Anfang an die Aufgabe gehabt habe und noch habe, der Bewahrer der wahren Religion nicht bloß, wie auch die Christen dies in Beziehung auf die Vergangenheit zugestehen, bis auf eine von Gott vorher bestimmte Zeit, sondern für immer zu sein und dem Menschengeschlechte