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Dibre Emeth · 1848-06-01 · 6 (6.1848) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
6 (6.1848)
Date
1848-06-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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103 der seinen Sohn segnen will, sprechen wird: Gott setze dich wie Abraham. Nicht einmal dem Texte thut diese Deutung Genüge, trotz der Berufung auf 1. Mos. 48, 20., mit welcher R. Salomo die Sache für abgemacht ansieht, denn es heißt in 1. Mos. 12,3., so wie in K. 18, 18. und in K. 28, 14. nicht „sie sollen sich segnen," sondern „sie sollen gesegnet werden." Es ist also hier nicht von einer bloßm Redensart, zu deren Entstehung das Glück Abrahmus Veranlassung geben solle (und die sich doch hernach in der Wirklichkeit nirgends unter den Bölkrrv, ja eben wegen jener angeführten Stelle 1. Mos. 48, 20. nicht einmal bei den Zuden findet,) die Rede, sondern es soll ein wirklicher wahrer göttlicher Segen ausgrhen von Abraham, er selbst soll ein „Segen" sein, d. i. nicht bloß ein Beispiel des Segens oder eine Segensformel, sondern ein Träger und Urheber des Segens. Za nicht einmal das Wort „sich segnen," welches in den beiden Stellen 1. Mos. 22, 18. und Kap. 26, 4. allerdings im Grundtexte anstatt des Wortes „gesegnet werben" sich findet, bedeutet das, was R. Salomo will, denn es heißt an allen den Stellen, wo es außerdem verkommt (5. Mos. 29, 18. (nach Luther 19.) Zes. 65, 16. und Ps. 72, 17.), durchaus nicht „sich gegenseitig segnen" oder „sich unter einander Glück wünschen," sondern es heißt an jenen Stellen nur „sich selbst segnen," d. i. sich für gesegnet halten, sich glücklich schätzen, sich Heil und Gutes versprechen, und so kan« es auch Per nur so viel heißen: Zn dir (d. i. in und vermöge der Verbindung mit Dir) sollen alle Geschlechter und Völker auf Erden sich glücklich schätzen und diese Verbindung für einen Segen halten. So erklärt sich auch die Vertauschung der Worte „gesegnet werden" und „sich segnen" in den verschiedenen Stellen. Das Eine ist nur die objektive und das Andere die subjektive Seite derselben Sache, weil sie in Abraham gesegnet werden, so sollen sie sich auch in ihm für gesegnet halten. Also nicht einmal der grammatischen Form der Textesworte thut diese rabbinische Deutung Genüge, und wie dürftig wäre, auch davon abgesehm, nach ihr der Sinn dieser Stelle, wie wenig rechtfertigte ein so dürftiger Znhalt die so vielmalige Wiederholung

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