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Dibre Emeth · 1848-06-01 · 6 (6.1848) · page 14

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
6 (6.1848)
Date
1848-06-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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102 kennt und bei ihm ein ewiges seliges Lebe« hofft, möchte bet wohl auch für Peru's Schätze dies vertauschen? Woher aber ist auf Erben alle Erkenntniß Gottes und des Weges, -er zu ihm führt, gekommen? Ist diese Erkenntniß bald hier bald da aufgegangen in den Völkern oder in einzelnen beson» ders begabten Geistern ohne daß Einer von dem Andern wußte, ohne daß der Spätere das Licht feiner Erkenntniß an der bereits vor ihm vorhandenen Leuchte anzündete? So müßte es feinwenn auch die wahre Religion nicht eine Offenbarung Gottes, sondern wie jetzt so viele behaupten nur rin selbstständiges Erzeugniß des denkenden Menschengeistes wäre, dann müßte dieselbe offenbar an mehreren Orten zugleich, oder wenn auch zu verschiedenen Zeiten, doch unabhängig von einander haben entstehm können und hier und da entstanden sein. Aber das ist nicht geschehen, sondern wo irgend der Grundzug der wahren Religion, wo Erkenntniß Gottes, als des heiligen und einigen und von der Natur als ihr allmächtiger Schöpfer verschiedenen, fich findet oder gefunden hat, da ist fie nirgends ein ursprüngliches Erzrugniß oder Besitzthum ihres Inhabers, sondern überall läßt sie fich auf Abraham, auf einen ganz bestimmten historischen Zusammenhang mit ihm zurückführen. Wir werden also ganz gewiß nicht irren, wenn wir die Worte der Verheißung Gottes an Abraham so verstehen, daß von ihm, dem Gesegneten Gottes, die Erkenntniß der Wahrheit ihren Anfang nehmen und durch Mittheilung dieser Erkennmiß alle Völker beglückt werden sollten und die Berufung Abrahams sonach wirklich wie wir vorhin gesagt haben, der Anfang eines großen, sich über die ganze Menschheit erstreckenden, Zeit und Ewigkeit umfassenden Segenswerkes war. Wie ärmlich erscheint dieser in-den Worten des Textes begründeten und durch den Ersetz bestätigten Auslegung gegenüber jene bei den jüdischen Rabbinen nach R. Salomos Vorgänge beliebte Deutung, wonach sowohl hier als an allen Parallelstellen übersetzt werden soll: „An dir sollen sich segnen alle Geschlechter auf Erden," d. i. auf der ganzen Erde soll dein Name zu emer Segensformel gebraucht werdm, so daß «n Vater-

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