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Dibre Emeth · 1848-06-01 · 6 (6.1848) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
6 (6.1848)
Date
1848-06-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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99 der herrschen wird von einem Meere bis ans andere, und vom Wasser bis an der Welt Ende; vor dem sich die in der Wüste neigen und seine Feinde Staub lecken werden; dem die Könige am Meer und in den Zusein Geschenke bringen, und die Könige aus Reich Arabien und Seba Gaben zusühren, ja den alle Könige anbetendem alle Heiden dienen werden; vor dem man immerdar beten, den man täglich loben wird, dessen Name ewiglich bleiben und, so lange die Sonne währet, auf seine Nachkommen reichen wird, und durch den alle Heiden gesegnet werden sollen. Wahrlich, wer diese Aussprüche ohne Borurtheil und ohne Partheilichkeit ansieht, der wird zugeben müssen, daß hier nicht die Rede sein kann von einem irdischen, weltlichen Könige, und wäre es auch der mächtigste, sondern daß die Rede ist von einem allntächtigen Könige, der da herrscht über die ganze Schöpfung, der da aber auch ein Reich der Gnade auf Erden gründen will und wird, und der ein König der Herrlichkeit ist in alle Ewigkeit. Das aber ist ja gerade et« solcher König, wie er nach dem N. T. und nach der Lehre der christlichen Kirche in Zesu von Nazareth erschienen ist und sich nach dem Zeugnisse der Geschichte bisher auch als ein solcher bewährt hat. Wenn nun aber alle diese Stellen des A. T. eben deswegen, weil sie bei keinem irdischen Könige ihre volle Einwendung und Erfüllung sinken, sich nur auf den Messias beziehen können, so haben wir ja den unwiderkeglichsten Beweis, daß das Alte und Neue Testament in der Lehre von dem königlichen Amte des Messias vollkommen übereinstimmen, und es bleibt uns nur noch übrig zu untersuchen, was der Thalmud und die Rabbinen darüber lehren. Sehen wir zuerst, ob sie die angeführten Stellen des A. T. auf den Messias beziehen, und dann, was sie sonst noch von dem Messias, als König, lehren. (Fortsetzung folgt.) -

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