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Dibre Emeth · 1848-06-01 · 6 (6.1848) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
6 (6.1848)
Date
1848-06-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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der Gnade oder ein Reich Gottes ist, an dem alle Menschen Theil haben sollen. Denn alle Völker sollen kommen zum Hause des Gottes Zakobs/ daß er sie lehre seine Wege und sie wandeln auf seinen Steigen, und von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Zerusalem. Das Reich der Herrlichkeit dieses Königs, das in den angeführten Stellen auch schon bestimmt genug angedeutet, ja ausgesprochen wird, schildert Daniel nun aber auf eine sehr erhabene und ergreifende Weise. Zn einem Gesichte des Nachts sieht er, wie Stühle gesetzt werden zum Gericht, und wie Einer kommt gleich eines Menschen Sohn und vor den Alten der Tage, das ist vor Gott, gebracht wird, der ihm giebt Gewalt, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollen, und diese seine Gewalt ist ewig, die nicht vergehet und sein Königreich hat kein Ende. (Daniel 7, 9—14). Auf dies herrliche Reich weist Daniel auch hin in der Auslegung des schrecklichen Bildes, das Nebukadnezar im Traume sah. Denn nachdem er Nebukadnezar erklärt hat, daß unter dem Bilde, das von einem ohne Hände losgeriffenm Steine zermalmet wurde, vier Weltreiche dargestellt würden, fügt er hinzu: „Aber zur Zeit solcher Königreiche wird Gott vom Himmel ein Königreich aufrichten, das nimmermehr zerstöret wird; und sein Königreich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es wird ewiglich bleiben." Dies Reich nimmt zwar seinen Anfang auf Erden und soll sich über die Erde verbreiten, wie denn der ohne Hände abgerissene Stein, der das große und schreckliche Bild, das heißt, die Reiche der Welt zermalmet, zu einem großen Berge wird, der die ganze Welt erfüllet, woraus man schließen könnte, daß es ein Ende nehmen und in das ewige Reich aufgehen werde, wenn Himmel und Erde vergehen werden. Allein eine solche Annahme würde einen ganz falschen Sinn in die Worte Daniels legen. Denn es heißt ja, daß es ein Reich der Ewigkeit ist, das nicht vergehet oder zerstört wird, sondern bleibet in die Ewigkeiten. Es ist demnach ein Reich, das, wenn es auch auf Erden seinen Anfang nimmt, dennoch

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