Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 6 (6.1848)
- Date
- 1848-06-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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96 keit ist." Fast dieselben Worte wiederholt Zeremias Kap. 33, 14—16. mit dem wichtigen Zusatze: „Denn so spricht der Herr: Es soll nimmermehr fehlen, es soll einer von David sitzen auf dem Stuhl des Hauses Israel." Und Sacharjah ruft seinem Volke zu: „Du Tochter Zions freue dich sehr, und du Tochter Jerusalems jauchze; stehe dein König kommt zu dir, ein Gerechter .und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen abthun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden lehren unter den Heiden, und seine Herrschaft wird sein von einem Meere bis ans andere, und vom Wasser bis an der Welt Ende. Sach. 9, 9. 10. Vergleichen wir mit diesen Aussprüchen noch andere, wie z. B. Zes. Kap. 11. 2, 2—4 und 9, 6. 7. Micha 4, 1—3. 5, 1. und viele ähnliche, so werden wir zugeben müssen, daß der große Davidssohn, der darin verheißen wird, nicht ein bloßer irdischer und weltlicher König sein kann, sondern ein König aller Könige und Herr aller Herrn sein muß, ein König, der über die ganze Schöpfung herrscht, zugleich aber auch auf dieser Erden ein Reich Gottes ode^ der Gnade gründen soll. Denn, wenn er nach dem Ausspruche Sacharjas von einem Meere bis ans andere und von dem Wasser bis an der Welt Ende, also über die ganze Erde herrschen soll, nach Zesaias aber ihm die Macht beigelegt wird, daß er mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen tödten werde, ja, wenn ihn endlich Zeremias geradezu Zehovah nennt, so wird doch damit bestimmt genug ausgesprochen, daß er ein allmächtiger König und daher auch ein Herr über die ganze Schöpfung sein werde. Und wenn dann zugleich von ihm gesagt wird, daß er Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten werde, daß Gerechtigkeit der Gurt seiner Lenden und Glaube oder Treue der Gurt seiner Nieren, ja, daß er unsre Gerechtigkeit selber ist, und daß sein Reich, das ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit ist, sich über die ganze Erde erstrecken und ohne Ende sein werde, so werden wir doch zugeben müssen, daß dies von ihm gestiftete Reich ein Reich