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Dibre Emeth · 1848-06-01 · 6 (6.1848) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
6 (6.1848)
Date
1848-06-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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SS aufgestellte Frage, ob mit der Lehre des NT. und der christlichen Kirche von dem königlichen Amte des MesfiaS auch das A.T. und das Zudenthum, das heißt, das Zudenthum, wie es sich seit der Erscheinung Zesu entwickelt hat, also das thalmudische, rabbinische und neuere Zudenthum übereinstimmen, entschieden werden verneinen müssen, wenn sie nicht mit sich selbst in den größten Widerspruch gerathen wollen. Was den Thalmud und das spätere Zudenthum betrifft, so werden wir Christen vielleicht geneigt sein, den Zuden beizustimmen, indem wir uns nicht gut werden denken können, daß die Lehre von dem königlichen Amte des Messias in ihren Religionsschriften eben so gut vorhanden fein sollte, wie im N. T. Denn wäre sie darin enthalten, so müßte sie doch auch den Zuden bekannt sein, so werden wir wohl schließen. Allein so zu schließen, dazu haben wir gar keinen Grund, wir könnten dann eben so gut schließen: Weil die Zuden zu den Zeiten der Propheten Elias undZeremias allgemein dem Götzendienste ergeben warm, darum kann auch in dem A. T. die Lehre von einem einzigen Gotte nicht enthalten sein; oder, weil die Christen in unfern Tagen so allgemein die Gotcheit Zesn leugnen, darum kann sie auch nicht im N. T. gekehrt werden. Wie unrichtig ein solcher Schluß wäre, beweist uns auch das, daß wir den Zuden nimmermehr zugeben können, daß das A. T. nichts von einem solchen königlichen Amte des Messias wisse, wie das N. T. Denn es fehlt ja im A. T. keinesweges an solchen Stellen, die von einem Könige reden, wie wir ihn in dem Herrn Zesu erkennen, und die sich auch nur auf den Messias beziehen können, indem sie nie bei einem irdischen Könige ihre volle Anwendung siuden . werden. Dies ist nun der Fall in Stellen, wie die folgmden sind. Zerm.: 23, 5. 6. heißt es: „Siehe es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will; und soll ein König sein, der wohl regierm wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. Zu derselben Zeit soll Zuda geholfen werden und Zsraek sicher wohnen. Und das wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird: Herr, der unsre Gerechtig-

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