Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 6 (6.1848)
- Date
- 1848-06-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-er Erde weit überragt und sie einst wenigstens geistig beherrschen werde. Hängt denn nun aber die leibliche Herrschaft mit der geistigen nicht aufs engste zusammen? Ganz gewiß. Denn dem, der allen Andern am Geiste überlegen ist, wird es auch nicht schwer werden, sich bis zur höchsten Stufe der Ehre und Macht empor zu arbeiten und die minder geistig Befähigten sich zu unterwerfen; und ist er dabei noch im Besitze der alleinigen und ewigen Wahrheit, so wird er damit nur seine Pflicht und Schuldigkeit thun, weil die Wahrheit nur frei machen und wahrhaft beglücken kann. Wenn nun aber erst ein ganzes Volk allen andern Völkem so weit am Geiste überlegen, und dazu noch im Besitze der alleinigen Wahrheit ist, wie die neuern Juden von sich meinen, wird dann ein solches Volk nicht endlich auch zur Herrschaft über alle andern Völker gelangen müssen, ja wird es nicht dessen Pflicht sein, nach einer solchen Herrschaft aus allen Kräften zu streben, um wahre Freiheit und Glückseligkeit auf Erden zu verbreiten? Ganz gewiß, und wenn es nach solcher Herrschaft nicht strebt, so versündiget es sich an der Menschheit, weil es dieselbe im Zrrthume und somit auch in der schmählichsten Knechtschaft schmachten läßt. Daß nun aber die neuern Juden wirklich im Besitze der Wahrheit sind, das müssen wir nicht nur stark bezweifeln, sondern geradezu leugnen und dagegen behaupten, daß sie sich im gröbsten Jrrthum befinden, ja der Lüge hingegeben haben. Dies beweisen sie hinlänglich schon damit, daß sie bisjetzt nicht nur so gut wie gar keinen Versuch gemacht haben, uns Christen von unserm vermeintlichen Jrrthum zu befreien und uns mit der beseligenden Wahrheit, die sie allein zu haben vermeinen, zu beglücken, sondern daß sie sogar den bestimmtesten und unzweideutigsten Aussprüchen der heiligen Schrift, die allein die ewige und bleibende Wahrheit enthält, aufs freventlichste widersprechen. Daher aber werden sie auch mit Gottes Hülfe niemals zu der vermeintlichen Größe und Herrschaft gelangen, und ihre vorgebliche Weisheit ist weiter nichts als Thorheit. Doch, für jetzt genug hierüber. Soviel wird aus dem bisher Gesagten wohl zur Genüge hervorgehen, daß die Juden unsere