Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 5 (5.1848)
- Date
- 1848-05-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Adex MchefüWM, Zeder, der nur «och ein bischen Wahr« heitslirbe im Leibe hat, wird demnach zvgestehen müssen, dass der herrliche Instand des allgemeinen Friedens und der Glückseligkeit aus Erde«, nicht von selbst entstehen, auch nicht von Gott unmittelbar hervorgerufen, sondern daß er durch eine gewisse Person, dyrch> Hinrv großen König, der ein Nachkomme Davids ist, herbeigeführt und vermittelt werden soll. Und wenn im Zudenchume von einem MejsiaS die Rede ist, so wird darunter kein anderer verstanden, als eben dieser große Davids Sohn, dieser König und Fürst des Friedens, dieser Herrscher über die ganze Erde. Dies beweißt schon das Wort Messias, denn das heißt zu deutsch ein Gesalbtxr, und wird in der Bibel, d. h. im Alten Testamente, wo es ungefähr vierzig Mal vorkommt, fast ausschließlich von Königen gebraucht, weil sie mit Del zu ihrem hohen Berufe gesalbt wurden. Nur einige Male, wie 3 B. Mos. 3, 5 und 16 und Kap. 6, 26 , werden auch Priester mit diesem Ehrentitel genannt, ebenfalls auch deswegen, weil sie mit Del gesalbet wurden. Ob der Erlöser Israels oder der Heiland der Welt im Alten Testamente nun auch schon Messias genannt wird, das wollen wir für jetzt dahin gestellt sein lassen, da die beiden Stellen Ps. 2, 2. und Daniel 9> 25. 26., wo er mit diesem Name» genannt wird, von vielen Juden nicht als messianisch anerkannt werden. Es wird also das Wort Messias in der Bibel nur von Personen gebraucht und kann seiner Bedeutung nach auch nur von Personen gebraucht, werden. Allenfalls köinuen auch die heiligen Geräthschitften so genannt worden sein, die auf den Befehl des Herrn ebenfalls auch mit Del gesalbt werden mußten. AM wie eine Zeit, oder gar die Emanzipation der Völker gesalbt genannt werden könne und wie und womit sie gesalbt werden solle, davon haben wir, wir gestehen es gern, keinen Begriff, können uns auch keinen davon machen. Möchten doch die neuern gelehrten Herrn Rabbiner die Gewogenheit haben, uns Aufschluß darüber zu gehen. Wenn nun aber der große Davidssohn, welcher nicht nur den Juden, sondern auch den Heiden Heil und Segen bringen soll, in der heiligen Schrift, außer in den beiden angeführten.