Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 5 (5.1848)
- Date
- 1848-05-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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79 hervorgehoben- und ausgesprochen als das, daß alle Völker sich züMr Herrn -bekehren und von ihm gelehrt sein werden, ja die Erde soll voll der Erkenntniß des Herrn sein, wie der Meeresgrund mit Wasser bedeckt iff. Sind sie aber alle zum Herrn bekehrt, haben sie ihn alle erkannt, dann kann doch wahrlich von einer Verschiedenheit der Religion oder auch nur der Confessio» nicht mehr die Rede sein. Eine solche Verschiedenheit entspringt ja nur ans Mangel an Erkenntniß des Herrn und seines Willens. Die Schrift lehrt also gerade das Gegentheil von dem, was die neuern Juden so gern darin finden möchten und sich zwischen den Feilen herauszulesen bemühen/wenn es ihnen nur gelänge. Nicht aus der Anerkennung der allgemeinen Menschenrechte, sondern aus der Vereinigung zu einem Glauben durch die Erkenntniß des Herrn soll der herrliche Zustand des Friedens und des wahren Glücks hervorgehen. Wer aber den Herrn nicht erkannt hat oder erkennen will, der bleibt v0n diesem glückseligen Zustande ausgeschlossen, ja den werden die Strafgerichte Gottes treffen. Denn der Herr wird richten unter den Heiden und strafen viele Völker, und er wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen tödten. Dann ist aber auch nicht der entfernteste Gedanke in diesen Stellen vorhanden, der gegen die Persönlichkeit des Messias spräche, oder dagegen, daß dieser Zustand durch den Messias herbeigeführt werden soll, wie dies von Juden und Christen bisher allgemein angenommen worden ist. Aus den ersten beiden Stellen (Zesi 2. Und Mich. 4.) könnte man zwar schließen, daß Gott Unmittelbar der Urheber dieses Zustandes sei, allein es sind gar viel ändere Stellen in der heiligen Schrift vorhanden, in denen es auf das allerunzweideutigste ausgesprochen wird, daß er durch eine gewisse Person, durch einen Nachkommen Davids, vermittelt werden soll. Dies ist besonders der Fall Zes. 11. Denn wenn da Zesaias seine Weissagung also beginnt: „Es wird eine Ruthe aufgehen aus dem Stamm Zsais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen, auf welchem wird ruhen der Geist des