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Dibre Emeth · 1848-05-01 · 5 (5.1848) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
5 (5.1848)
Date
1848-05-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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78 von einer Zeit des Friedens und der Eintracht unter allen Völkern der Erde. Sehen wir, ob und in wiefern diese Meinung in der Schrift begründet ist. Zunächst muß allerdings zugestanden werden, daß die Propheten von einer solchen Zeit reden. So heißt es z. B. Zesaias 2, 2—4: „Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, gewiß sein höher, denn alle Berge, und über alle Hügel erhaben werden; und werden alle Heiden dazu laufen, und viele Völker hingehen und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des Herrn gehen, zum Hause des Gottes Zakobs, daß er uns lehre stine Wege, und wir wandeln auf seinen Steigen. Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen, und des'Herrn Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Heiden und strafen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerster zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere ein Schwerin aufheben und werden hinfort nicht mehr kriegen lernen." Fast dieselben Worte lesen wir auch Micha 4, 1 — 3. Auch Zesaias 11. wird ein Reich des Friedens geschildert auf gar herrliche Weise, das sich sogar bis auf die wildesten Thiere erstrecken soll. Und wollten wir auch diese Worte nicht buchstäblich nehmen, sondern bildlich, so wird doch das zugegeben werden müssen, daß der Prophet von einer Zeit redet, in der selbst die wildesten und grausamsten Völker ihre Wildheit und Grausamkeit ablegen Und friedlich und einträchtiglich nebeneinander wohnen werden. Dasselbe wiederholt Zesaias auch Kap. 65, 25. Aus diesen Stellen erhellet allerdings zur Genüge, daß in der Schrift von einer Zeit des Friedens unter den Völkern die Rede ist; aber wie wenig sie für die Meinung der neuern Zuden sprechen, das sieht jeder Unbefangene sogleich, und doch sind es gerade die Hanptstellen, die dafür angeführt werden können: 'Zunächst erweist sich die Behauptung, daß dieser Friedenszustand der Völker durch bloße Anerkennung der allgemeinen Menschenrechte, abgesehen von der Religion oder dem Glauben, herbeigeführt werden solle, als ein reines Phantasiegebilde, ja als die schamloseste Lüge. Denn nichts wird in diesen Stellen bestimmter L

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