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Dibre Emeth · 1848-05-01 · 5 (5.1848) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
5 (5.1848)
Date
1848-05-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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76 jedem Unbefangenen und Unparteiischen sogleich als rin bloßes - Dhantasiegebilde zeigen müsse, Änd demnach doch nur von geringem Einflüsse sein könne. Wir sind nicht dieser Meinung. Denn zunächst liegt ja allerdings daS Wahre in der Lehre vom Messias, j daß zu seiner Zeit Friede und Eintracht unter den Menschen herr- : schen follm, dann aber hat der Lügengeist in unser Zeit eine solche Macht über die Gemüther der Menschen erlangt, daß auch die besser Gesinnten in Gefahr sindvon ihm in Zrrthnm und Lüge mit fortgerissen zu werden, wenn ste nicht beständig auf! ihrer Hut sind oder auf die sie umgebende Gefahr aufmerksam gemacht werden, und endlich ist es gerade den Zuden eigen — wir reden hier von der großen Masse — Alles das für wahr anzunehmen, was ihnen die Gelehrten sagen, besonders wenn sie dies schriftlich thun. Die Juden gleichen hierin wirklich sehr den Ehinesen, die auch gern alles für wahr halten, was sie einmal aus schwarz und weiß lesen, oder was ihnen in ihrm Hieroglyphen dargeboten wird. Aus diesen Gründen erachten wir auch die Meinung der neuern gelehrten Juden für sehr verderblich, und hallen uns für verpflichtet, sie als dem Zudenchume ganz widersprechend, zurück zu weism. Daß nun aber die neuern Zuden mit ihrer Meinung von dem Messias mit dem thalmudischen und rabbinischen Judenthume in schroffsten Gegensatz treten, bedarf von unserer Seite wohl kaum eines Beweises. Sie stlbst legen Zeugniß davon ab, indem sie bei ihren Reformbestrrbungrn aus allen Kräften dahin arbeiu ten, gerade die Gebete, in denen der Messias erwähnt wird, aus ihrer täglichen und festtäglichen Liturgie, oder aus ihren Gebetbüchern, zu entftrnen. Auch leugnen sie es nicht, daß die thalmudischen und rabbinischen Juden einen persönlichen Messias erwartet haben und noch erwarten, sondern behaupten nur, daß dies keine Lehre des ächten und reinen ZudenthumS fei, sie gehöre vielmehr zu dem Schutte, der sich im Laufe der Zeit im Zudrnthume aufgehäuft habe und der aus demselben entfernt werden j müsse, um es wieder zu seiner ursprünglichen Schönheit herzusiellen. Wir können uns daher füglich der Mühe überheben, die f! i __

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