Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 4 (4.1848)
- Date
- 1848-04-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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71 das Evangelium den Juden gepredigt werde, haben wir auch von Gott die Obliegenheit, nach Vermögen diejenigen Israeliten im Zeitlichen zu unterstützen, die in Folge ihres Glaubens an daS Evangelium gänzlichem Mangel an Allem ausgescßt sind. Ich wäre beinahe zu der Bitte versucht, liebe Brüder, Ihr möchtet Euch enthalten, den Juden das Evangelium verkündigen zu lassen, außer wenn Ihr zugleich bereit seid, falls fie gläubig werden „und bloß sind und Mangel haben an der nöchigen Nahrung," etwas mehr zu thun, als zu sprechen oder sprechen zu lassen: „Gott berache euch, erwärmt und sättiget euch!" Bei dieser Jahresfeier erzählte Schreiber dieses Einiges aus dem Leben seines Schwiegervaters, des am Tage zuvor selig entschlafenen Misflonars Goldberg, der in seinem äußerlichen und innerlichen Leben das wunderbare Walten Gottes mannigfach erfahren hatte. Wir hoffen später eine zusammenhängende Biographie dieses treuen Knechtes zu veröffentlichen. „Die Zeit zur Arbeit ist kurz," sagt der Talmud, „der Arbeit viel;" möge das Folgende aber uns nicht gelten und die Arbeiter trügen; hingegen ist es wahr: „der Lohn (aus Gnaden) groß und der Hausherr drängt." Unsere Zeit ist ernst, der Herr ist im Kommen, er drängt, er ruft Einen nach dem Andern ab, darum ist es nöthig, auch die Zeit unter Israel zu arbeiten, auszukaufen! - I. A. H. Berichtigung. Im zweiten Bande, zweite Abtheilung der Geschichte der Evangelischen Mission von Di-. Julius WiggerS, handelt das 28ste Kapitel auf 19 Seiten die ganze Zudenmission ab. Viel kann in so wenig Blättern nicht gegeben werden; allein wenn das Wenige nur nicht so sehr fehlerhaft wäre, so wollten wir es uns schon gefallen lassen. Wir wollen nur Einiges berichtigen. Unrichtig ist es, daß die Missionare in Russisch-Polen „Zudrnkinder in Elementarschulen unterrichten;" dies geschieht durch die Vermittelung der in der Provinz Posen angestellten und mit großem Segen. Würde Herr Or. Wiggers den „Freund Israels," der seit Jahren in Basel erscheint und mit großer Pünktlichkeit ausgearbeitrt ist, kennen, er würde in diesen Zrrthum nicht verfallen sein. Ferner: Die Dresdner Missionsgesellschaft thut leider nichts für Israel; sie hätte können füglich ungenannt bleiben; nicht aber die brittische Gesellschaft in London, die aus Dissenters besteht, und die der Schottischen Nationalkirche; denn beide haben Missionare ausgesandt und sind also thätig im Arbeitsfelde. Missionar Moritz ist nicht bloß in Schweden und Dänemark thätig, sondern macht alljährlich bedeutende Missionsreisen im nordwestlichen Deutschland. Er ist es auch, der schon vor