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Dibre Emeth · 1848-04-01 · 4 (4.1848) · page 16

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
4 (4.1848)
Date
1848-04-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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MM Zähren, vom Kaiser Alexander angestellt, in Pole»» mW sichüichem Segen arbeitete. , AM unrichtigsten ist Frankreich geschildert. Aus den bereits M . diesem Blatte erschienenen Artikeln über die Zustände der französischen Juden ist es bekannt, „daß die Juden Frankreichs den Deutschen im Abfall vom Talmudismus weit voraus gerückt seiennicht richtig ist. Wahr ist es, es giebt einzelne Juden in Frankreich, die dem Zudenthum völlig entfremdet sind, auch solche, die mit Christinnen in der Ehr leben; allein das sind doch nur Einzelne; das Volk, die Rabbiner, halten meist noch fest am Talmud. Weit stehen die Zuden Frankreichs, als Gesammlheit angesehen, der Masse der deutschen Juden m Kennkniß und Bildung nach, wie dieß auch den deutschen Juden wohl -bekannt ist. Zn Metz ist schon lange kein Missionar mehr; Hinwege» lebten bis vor wenigen Wochen 2 Arbeiter der Londoner Gesellschaft in Straßburg; jetzt nur noch Einer, denn der Andere ist zur Ruhe des Herrn eingegangen. Gerade die Geschichte unserer Tage ist ein Belag zu dieser Berichtigung; denn wir sehen auf der einen Seite bei der provisorischen Regierung der Republik nicht weniger als drei Juden, gebildete Männer; zur selben Zeit werdey aber an vielen Orten des Elsasses, dem Theile Frankreichs, in dem die meisten Juden leben, viele von ihnen mißhandelt und Häuser und Synagogen zerstört; doch ist bereits diesen Unthaten Einhalt gethan worden. Wenn wir gleich nicht sagen können, daß alle zu Israel gesandte Boten auf dem Standpunkte.der deutschen wissenschaftlichen Bildung stehen, so glaube ich doch, daß genauere Kenntniß mit .der Zudenmission und mit den Schriften einzelner Zudenmsssionare, wie z.B. des trefflichen, selbst von Dr. Jost gelobten Werks: Der wahre Zsraelite, von vr. M'Caul und Anderen das llrtheil bedeutend verändert hätte. Es ist überhaupt auffallend, wie oberflächlich man im Allgemeinen über Juden, Zudenthum und Zudenmission spricht und meint, weil man die Zuden MW sich fleht, so kenne man sie auch und ihre Gesetze und ihren Geist und das Werk Gottes unter ihnen, giebt sich daher nicht den vierten Theil Mühe, Gründliches über diese Parthie zu lesen, Mnd so werden irrige Ansichten fortgepflanzt und irrige Urtheile ohne die mindeste böse Absicht aufrecht erhalten. Jetzt aber, da es an Mitteln nicht fehlt, Zudenthum und Zudenmission kennen zu lernen, sollte gründlichere Arbeit über diesen Zweig der Thäthjgkcit im Reiche Gottes geliefert werden. IAH. Dies Blatt erscheint monatlich in einem Bogen und kostet der Jahrgang 15 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle Buchhandlungen an. . ' Gedruüt und in Commission bei Trowitzsch und Sohn in Frankfurt a. d. O.

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