Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 4 (4.1848)
- Date
- 1848-04-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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68 muszu Grunde gelegt habe, während die Wahrheit die ist,/ daß der Mosaismus, d. h. das mosaische Gesetz , dem Bolksbrwußtsein zu Grunde liegt. Wie wäre denn sonst das Volk darauf gekommen? Endlich drückt er sich so aus, als ob dies nur eine zeitweilige Vorstellung wäre und nicht eine feststehende, oft wiederkehrende Behauptung der alttestamentlichen Offenbarung, daß Zehovah allein es ist, der die Cannaniter vertreibt und ZSrael das Land giebt. Vergl. nur 5. Mos. 9, 4—6. Doch brechen wir ab. Unsere Beschuldigung, daß PH. den Mosaismus weder seiner Lehre noch seinem Gesetze nach quellenmäßig, d. h. nach den 5 Büchern Mosis dargestellt habe, glauben wir hinlänglich erwiesen zu haben. Daß an ähnlichen Verdrehungen und Entstellungen seine Darstellung der jüdischen Geschichte, deren Zweck nur der ist, wider die heil. Schrift die Zerstreuung nur als einen göttlichen Segen und die Berwerfting des Christenthums als berechtigt anschauen zu lassen, überreich ist, haben wir schon angedeutet. Namentlich besinnen wir uns nie ein größeres Zerrbild des Christenthnms gesehen zu haben, als das, welches PH. dafür ausgicbt. Es gehört jüdische Anmaßung und Unverschämtheit dazu, sich also über eine geschichtliche Erscheinung, welche doch zum mindesten ein geschichtliches Recht hat, zu Gericht zu setzen, wie PH. gechan; nur ein Prophet des nackten Diffeits kann also urtheilen. Es war ursprünglich unsre Absicht, alle dort zu Tage kommenden Ungereimtheiten unfern Lesern vorzulegen; doch müssen wir um des Raumes willen davon abstehen. Zudem ist auch schon Manches in diesen Blättern erwähnt worden, wie es PH. anderwärts schon ausgesprochen und in den Vorlesungen nur zusammengestellt hat. Wir schließen, indem wir Herrn Ph. die Worte Christi zurufen: „Wenn ihr Mosi glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. So ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben!"