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Dibre Emeth · 1848-04-01 · 4 (4.1848) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
4 (4.1848)
Date
1848-04-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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67 mit wenigen Ausnahmen niemand verwehrt sein sollte, sich in die Gemeinde des Herrn aufnehmen zu lassen und sich zum Zudenthume bekennen zu dürfen (5. Mos. 23, 2—9.), und daß jeder Fremde milde behandelt werden sollte, wie er denn auch für die Dauer seines Aufenthaltes den Gesetzen uitterworfen und z. B. für eine Gotteslästerung oder einen Mord mit dem Tode zu bestrafen war. (3. Mos. 24, 15—22.) Es bedarf kaum einer besonder» Erwähnung, wie Herr Ph. fortwährend eine Gleichheit des Rechtes, wie sie nur denkbar wäre, wenn die Menschheit zuvor in den Sumpf roher Unterschiedslosigkeit sinken sollte, mit der Gleichheit vor dem Gesetz oder, was dasselbe sagt, da das Gesetz als Ausfluß des göttlichen Rechtes nur Kraft hat, vor Gott, auf das Seltsamste durcheinander mengt. Wir überlassen das dem Urtheil jedes einsichtigen Lesers und führen nur noch all, wie Herr Ph. weiter von, der Freiheit redend aus 3. Mos. 25, 54. 55.: „Die Kinder Israels sind meine Knechte, die ich aus Aegypten geführt habe; Ich der Herr, euer Gott!" beweist, daß „der Mosaismus feierlich erklärte: ihr sollt frei, keine Knechtesein." Auch nicht Knechte Gottes? Im Sinne des Communismus scheint Herr Ph. dies zu verneinen; oder verschweigt er es bloß? Nun, dann thut er es sicher nicht im Geiste des Mosaismus, der ein Höheres als ein Knecht Gottes sein nicht kannte. Daß Herr Ph. bei der Vertheilung des Landes nur die mögliche Gleichheit des Besitzes ins Auge faßt und in der Institution des Jubeljahres nur einen Damm gegen den Pauperismus sieht, wundert uns nicht; — der Gedanke, daß sie Haushälter Gottes sein, ihr Gut als sein Eigenthnm ansehen sollten, liegt über Ph.'s Horizont; wir müssen uns nur über Aeußerungen wundern, wie diese: „Zu Grlmde legte der Mosaismus das Volksbcwllßtsein, daß das Volk den Besitz des Bodens von Gott habe." Denn einmal leuchtet ein, daß der von uns angeführte oberste Grundsatz des Gesetzes so stark hervortritt, daß ihn selbst Ph. nicht ganz zu iglloriren vermocht hat. Sodann bekundet er selbst, daß sein abstrakter Grundsatz nicht ausrricht. Weiter redet er von einem Volksbewußtsein, welches der Mosais-

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