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Dibre Emeth · 1848-04-01 · 4 (4.1848) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
4 (4.1848)
Date
1848-04-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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geregelten Staat zu einem Vorbild eines communistischen stempeln. Wie wenig dies ohne Verdrehung und Künstelei möglich ist, sieht jeder. So behauptet er ohne Weiteres, Moses habe eine Theocratie als Staatsverfassung nicht aufgestellt; dieselbe sei erst eine ideale Schöpfung Samuels, (p. 49.) Man fragt vergebens, woher er diese Nachricht geschöpft. Denn als das Volk, weil es eine äußerliche Einheit in einem sichtbaren Oberhaupte suchte, die es in dem unsichtbaren Negimente Zehovah's nicht fand, den Samuel um einen König bat, da antwortete auf dessen Gebet der Herr: Sie haben nicht dich, sondem mich verachtet, daß ich nicht soll König sein über sie. (1. Sam. 8, 7. 8.) Das heißt nach Ph., Samuel ist zuerst auf den Gedanken der Theocratie gekommen! Und wie, zeugt nicht von der Gottesherrschaft in Israel der ganze Pentateuch, zeugt nicht dafür, daß sie tief im Bewußtsein des Volkes lebte, lange vor Samuel ein Gideon, welcher die Königsherrschaft zu übernehmen sich weigerte mit den Worten: „Iehovah soll König über Euch sein!" (Nicht. 8, 23. 24.) Auf diese Weise erkennt PH. den obersten Grundsatz des Gesetzes nicht einmal an; kein Wunder, daß er die wahrhaft lebendige Durchdringung des Lebens durch die Religion, wie das Gesetz sie will, kaum ahnt. Aus dem: „Du sollst lieben deinen Nächsten als dich selbst" leitet nach PH. der Mosaismus allgemeine Gleichheit des Rechtes ab, die sich bethätigt Haben soll in der persönlichen Freiheit aller Volksglieder. Er „kennt weder, so heißt es p. 44 , Rangsnoch Standesunterschiede in seiner Gesellschaft, weder Geburtsnoch (man staune!) — erworbene Vorzüge." Nicht einmal sich auszuzeichnen erlaubt Herrn Ph.'s Mosaismus; das ist eine Gleichheit, „bei der alle Kräfte und Gaben sich in die allgemeine Substanz hinabducken müssen, wenn ihnen nicht die hervorragenden Köpfe abgeschlagen werden sollen, wie die Frösche alle das eine Lied singen, das ihre völlige Gleichheit verkündet!" Die Stammfürsten, Aeltesten u. s. w. sind nur zur nothwendigen Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten; „das ist rein persönlich; nichts wird davon vererbt." Daß in einem aus patriarchalischen Verhältnissen erwachsenen Stammesbunde,

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