Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 4 (4.1848)
- Date
- 1848-04-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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so Er sucht die Nothwendigkeit der Offenbarung zu beweisen, die an Israel ergangen ist, und da begegnen wir folgender Schlußfolge: Gott hat dem Menschen einen ihm ebenbildlichen Geist gegeben, folglich muß er zu ihm in unmittelbarem Verhältniß stehen, also muß er auf unmittelbare Weise die Wahrheit offenbaren — nicht den Menschen, denn diese, die Heiden, gehen in ewiger Zrre, sondern — dem Juden, Aus der Ebenbildlichkeit des Menschengeistes leitet er allen Ernstes die Offenbarung Gottes an Israel her. Zsrael sollte und mußte nach Hm. Ph. etwas Besonderes haben, aber nicht die in der Schrift bezeugte Offenbarung, denn diese steht ihm nicht an. Darum durften die Heiden von Gott gar nichts wissm, gar nichts ahnen, sie durften ihn nur suchen, um ihn nie zu finden; für Zsrael aber allein nimmt er jene allgemeine Offenbarung Gottes in Anspruch, welche allen Menschen zukommt, jene Kunde von der Wahrheit, von Gott, welche jeder Mensch, und nicht bloß der Zude allein, weil er göttlichen Geschlechtes ist und Gottes Ebenbild trägt, tief in seinem Innersten vernimmt. Sollte eine solche Verwechselung der Begriffe wirklich nur gedankenlose Verwirrung sein? Unbegreiflich bleibt sie für einen Menschen von fünf gesunden Sinnen. Und Herr Ph. geberdet sich wirklichals habe er die Nothwendigkeit der biblischen Offenbarung erwiesen. Wiederum Wahres und Falsches mischend ruft er: „Der Mosaismus ging von Gott aus, weil ihm dieser ein geoffenbarier ist." Za er ist ihm ein geoffenbarter, aber in anderem Sinne, als er es ahnt; denn hätte Zsrael nicht noch eine andere Offenbarung gehabt, als die, welche er ihm vindicirt, so wäre es ihm so ergangen, wie den Heiden. Was soll man aber sagm, wenn Herr Ph. fortfährt: „Der MosaiSmus hat Gott durch Offenbarung erhalten, er will ihn nicht erst mit dem Verstände finden, sondem will Gott mit dem Verstände begreifen; darum sagt er unaufhörlich: „„erkennet Gott!"" Kann sich wirklich ein Mmsch, wenn er noch ein Fünklein Verstand hat, einbilden, er könne Gott begreifen, er, „die vollendete Besonderheit," ihn, „das absolute Sein," „den Ueberweltlichen, Unkörperlichen, Allgegenwärtigen, Allmäch-