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Dibre Emeth · 1848-03-01 · 3 (3.1848) · page 17

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
3 (3.1848)
Date
1848-03-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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49 Anlage 3« Ar. 3. der D>ibre Emeth. Theil des Zudenchums bis jetzt noch bilden. Dies ist auch ganz natürlich; denn ein Jude, der noch festhält am Gesetze und der Ueberlieferung seiner Väter, hat ein ganz anderes Begehren als in den politischen Kreisen der Christen zu glänzen; seine Sehnsucht und Hoffnung ist mit Recht auf viel Höheres gerichtet. Die Masse aber der Juden, die sich im Elsaß befindet, ist bis auf unsere Tage stabil geblieben, sowohl in dem, was das äußere Geschäftsleben als die religiösen Einrichtungen betrifft. Das religiöse Element im Volksleben wirkt viel bedeutender als alle Theorien der Staatsmänner; für Israel ersprießt nur etwas Gutes, wenn die Christen selbst vom Geiste des Evangeliums durchdrungen Israel mit herzlicher Liebe betrachten, sich als Schuldner gegen dasselbe ansehen, ihnen, nachdem sie Jahrhunderte verfolgt worden, mit wahret Liebe begegnen und ihr Licht vor denselben leuchten lassen. Zugleich lasse man dem Worte Gottes, das von Israel uns geworden, freien Lauf, und suche es auf allerlei Weise dem Volke wieder zukommen zu lassen, dem es so lange vorenthalten gewesen und das sich anstatt an dem lebendigen Quell zu laben, an den Abwässern menschlichen Aberwitzes zu erquicken suchte. II. Ueber den religiösen Zustand der französischen Zuden wollen wir das Urtheil eines Rabbinen vernehmen. Herr Rabbiner Dreifuß aus Mühlhausen sagt unter Anderem Folgendes vor den versammelten Deputirten in Paris, die aus den vier Candidaten, die sich für die Großrabbinerstelle daselbst gemeldet hatten und wovon Herr Dreifuß Einer war, zu wählen hatten: „Wohlan, es ist betrübend zu sagen, aber es ist nichts destoweniger eine traurige Wahrheit, daß in unserer religiösen Gesellschaft in Frankreich die religiöse Erziehung bei weitem vernachläßigter war als sonst irgendwo". — Sodann fügt er hinzu: „Ich verzweifle beinahe an dem jetzigen Geschlecht, setze aber mein Vertrauen auf das nachkommende und auf das weibliche". Nach diesem Geständniß macht Herr Dreifuß Vorschläge: wie man es besser be- 4

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