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Dibre Emeth · 1848-03-01 · 3 (3.1848) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
3 (3.1848)
Date
1848-03-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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41 selbst, die keine Wirkung auf die Allgenteinheit, hat und am Züdividuum wieder aufhört; ja indem die Sünde eine Bethätigung der menschlichen Freiheitist, ist sie vom allgemeinen Standpunkt gut". Daß die Sünde nur am Geschöpf vorhanden, daß sie keine in der Luft schwebende Macht, sondern die Aeußerung eines verkehrten Willens ist, steht fest; aber eine wirkungslos am Einzelnen wieder aufhörende Beziehung des Einzelnen zu sich selbst! Tritt der Sünder nicht, wie Herr Ph. auf derselben Seite sagte, seiner ihm von Gott ertheilten Bestimmung, Gottes Gebot und dem Rechte des Nebenmenschen entgegen, also in ganz bestimmte Beziehung zu einem andern? Und die Sünde bleibt wirkungslos? klebt sie nicht auf den Sünder selbst, auf die Gesellschaft, ja auf die ganze Natur („Verflucht sei der Acker um deinetwillen^ 1. Mos. 3, 17. 18.) die realsten, zerstörenden Wirkungen? Und nur Herr Ph. selbst scheint sich zuweilen auf den allgemeinen Standpunkt zu erheben, wo „die Sünde als Bethätigung der Freiheit gut ist"; für gewöhnlich wird er wohl auch den beschränkten Standpunkt andrer Menschen theilen, und der Dieb B., der an seinem Eigenthum sich vergreift, darum weil er es als freier Mensch auch hätte kaffen können, wird ihm nicht als gut erscheinen. Za, selbst dem lieben Gott hat er jenen angeblich allgemeinen Standpunkt nicht aufzubürden gewagt; es wäre auch eine Blasphemie gewesen. Denn auf der folgenden Seite schon (p. 32. 33.) sagt er von Gott, daß er die Sünde nicht ungeahndet hingehen lassen könne, die Folgen der Sünde (der wirkungslosen, hieß es oben!) eintreten lassen muß. Er streitet gegen eine „Gott insinuirte süßliche Liebe", und man sieht doch, daß. Aussprüche: „Ich der Herr, Dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missethat an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, bei denen, so mich Haffen" (2. Mos. 20, 5.) und „der Herr ist ein verzehrendes Feuers, (5. Mos. 4, 24.) „der eurer Uebertretung und Sünde nicht schonen wird". (Zoh. 24,19.) — Aussprüche, denen gegenüber die Sünde allerdings nichts weniger als gut erscheinen will — auf ihn noch einigen Eindruck gemacht haben. Und wenn er nun in diesem Zusammenhänge

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