Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 3 (3.1848)
- Date
- 1848-03-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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39 die ungöttliche, geistige Lust des Hochmuths. (Der Baum er« scheint auch „begehrungswürdig", weil er klug macht.) Herr Ph. will nur erregte Sinnlichkeit sehen. Wenn nun endlich an diese Thal AdaMs und Evas der göttliche Fluch über Mensch und Erde, die Vertreibung aus dem Paradies, aber auch die göttliche Verheißung geknüpft wird, so steht das für PH. nicht da; daraus kann er keine sichere Idee ziehen, weil er gegen Schrift und Vernunft behauptet, die Menschen seien ursprünglich durch Gott also geschaffen, daß aus der überwiegenden und übermächttgen Sinnlichkeit die Sünde entsprossen. Den sichern Gedanken, daß seit jenem Falle, seit jener Auflehnung gegen das göttliche Gebot die Sünde in die menschliche Natur gedrungen, daß die Menschen „Fleisch" geworden, (1. Mos. 6, 3.) daß ihnen allen, weil, was vom Fleisch geboren ist, nur Fleisch sein kann, „die Sünde vor der Thür ruht", (1. Mos. 4, 7.) und also „das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend", (1. Mos. 6, 5. 8, 21.) — diesen sichern Gedanken der Schrift hat er nicht finden wollen. Statt dessen wird immer wiederholt, die Sünde sei eine Consequenz „der dualistischen Natur des Menschen und seiner Freiheit", wobei freilich Herr Ph. nicht zu begreifen scheint, wie er damit der Sinnlichkeit doch nur aufbürdet, was eigentlich der Geist, dessen Willen der Leib dienen muß, verbrochen hat, wie die Sinnlichkeit an sich schuldlos ist und die Schuld nur des Wählenden ist, der sie zum Werkzeuge feiner verkehrten, Gott widrigen Gedanken macht. Wenn so die göttlich geordnete, unschuldige Verschiedenheit im menschlichen Wefm zu einem unversönlichen, ursprünglichen Zwiespalt gesteigert wird, was hat dann Herr Ph. einzuwenden, wenn jemand, der mit ihm das Böse nur im Widerstreben der Sinnlichkeit gegen dm Geist findet, auf Schwächung und Vernichtung der feiadkichm Natur dringt? — Die falsche Selbsterhebung, das Aufiehnen gegen die göttliche Ordnung, den Hochmuth in der Sünde will er nicht wahrnchmen; dieses Streben des Sünders, ohne Gott selbstständig zu sein, aus der Sinnlichkeit zu erklären, möchte ihm auch nicht gelingm. Davon scheint er bei Kains Brudermord etwas gefühlt zu