Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 3 (3.1848)
- Date
- 1848-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 beherrschen, zu regeln und in die. Allgemeinheit (der Liebe und Gerechtigkeit) ausgehend zu machen". „Zudem er aber ftci ist, so kann er Jenes thun und auch, nicht; — der Mensch kann auch zur Sünde, kommen". Unzweideutig behauptet hier Herr Ph einen ursprünglichen Zwiespalt der sinnlichen, leiblichen Natur und des Geistes. Ein folgerichtiges Denken würde ihn freilich, begreifen lassen, daß, wenn er dem Leibe so ohne Weitres einen „Egoismus", d. h. Selbstsucht beilegt, welche „in Wollust, Haß, Ungerechtigkeit rc." Befriedigung sucht, — abgesehen von der Ungereimtheit, der sinnlichen Natur ein Wollen beizumeffen — er damit eine Erbsünde lehrt, die Gott zum Urheber hat, weil er diese „Begierden" dem Leibe anerschaffen. Oder wenn diese Selbstsucht, diese Hinneigung zu jenen sündigen Begierden etwa der Leiblichkeit anklebt, nun dann hat er, da Gott in keiner Weise der Urheber der Sünde sein kann, ein zweites Princip neben Gott, die Materie;— vielleicht ist das eben jenes allgemeinere Sem, welches Gott immer zu einem besonderen werden ließ. Damit wäre Herr Ph. denn wieder in die Grenzen der heidnischen Anschauung, der das Böse eine Naturmacht war, gerathen. Jedenfalls steht er aber mit der Schrift in ganz entschiedenem Widerspruch; denn sie weiß nichts von einem anerschaffnen, ursprünglichen Egoismus der Leiblichkeit. Alles, auch der Mensch, war sehr gut. — „Die Schrift, fährt er fort, stellt zwei Momente der Sünde auf, zuerst die sinnliche Natur des Menschen an sich, und zweitens die Gesellschaft, indem diese der Befriedigung der persönlichen Begierde ein Hinderniß entgegen setzt. Zn dem ersten Moment tritt der Mensch seiner von Gott ihm ertheilten Bestimmung entgegen, im zweiten dem Rechte des Nebenmenschen. Beides setzt sie in der Geschichte des Paradieses (?) und in der Geschichte Kains auseinander; dort ist es das Gebot Gottes, hier das Recht seines Bruders — in Beiden kommt der Mensch zur Sünde". Ein seltsameres Gemisch von sprachlichen und sachliche» Verkehrtheiten haben wir lange nicht gelesen; — wenn Herr .PH. auf diese Weise den Geist des Buchstabens, „die sichern Zdeen des Mosaismus", aussondern will, dann ist das Wort, womit er selbst sein Resultat