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Dibre Emeth · 1848-03-01 · 3 (3.1848) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
3 (3.1848)
Date
1848-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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36 Gedanken recht ins Licht setzen. Der Sündenfall lehrt ja, wie die ersten Menschen durch die Lüge der Verführung berückt den Versuch 'machten, die ihnen gesetzten Schranken zu durchbrechen, wie sie, die Gebilde von Staub und Erde, in trauriger Selbstüberhebung wie Gott sein wollten; wie dadurch die Sünde in die Menschenwelt gekommen, der Widerspruch gegen Gott, den sie zuerst in der Fluch büßen mußte. Und als seit den Zeiten der hochmüthigen Thurmerbauer das ungöttliche Heidenthum sich der gesaMMten menschlichen Entwicklung bemächtigt hatte, als darum der Herr, seinen Heilsrathschluß auszuführen, bei Abraham und seinem Geschlechte alle seine Offenbarungen concentrirte, was ist Israels Geschichte anders als eine Ausführung jener Worte: „Ich sehe, daß dies Volk ein halsstarrig Volk ist", (2. Mos. 32, 9.) eine fortlaufende Kette von Frevel und Abfall von dem, der das Volk „sich zu Kindern auferzogen und erhöhet hatte?" Dieser so stark bezeugte Widerspruch der sündigen Menschheit gegen Gott ist freilich unfern aufgeklärten Zeitgenossen ein Dorn im Auge, also daß sie lieber von dem zornigen Zudengott und den unstatthaften Gottesvorstellungen im A. T. fabeln und dasselbe ganz und gar verwerfen, als aus demselben Gottes unwandelbare Heiligkeit und ihre stete Sündhaftigkeit sich Vorhalten lassen. Herr Ph. ist auch aufgeklärt genug, in der Sünde und in der Schuld eben nicht „der Uebel größtes" zu erblicken; wie kommt er mit dem A. T., dem er angeblich Anerkennung zollt, zu Rache? Sehen wir, was er über die Sünde lehrt. Wir. bemerkten schon oben, daß ihm das Ebenbild Gottes im Menschen auf ganz schriftwidrige Weise in der Freiheit aufgeht, d. h. jenem Rechte, in jedem Augenblicke sich unabhängig für das Gute und Böse bestimmen, selbstständig wählen zu können. Eine Folge dieser Freiheit ist ihm die Sünde. „Zst der Mensch, heißt es p. 29., dualistisch, d. h. mit seinem einen Theile der sinnlichen Welt, mit dem andern Gott zugewandt, ist er ferner in seinem Geiste Gott ebenbildlich und darum frei; so ist nochwendig der Inhalt seines Lebens — nach immer größrer Aehnlichkeit mit Gott zu strebm, den Egoismus der leiblichen Natur zu

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