Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 3 (3.1848)
- Date
- 1848-03-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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35 feit dieselbe Bezeichnung, so muß der Welt Ewigkeit zukowmen. Bon der Ewigkeit der Welt, der des Stoffes, „des allgemeinen Seins", konnte freilich das Heidenthum nicht loskommen, selbst in seinen edelsten Vertretern nicht. Zn dem biblischen Schöpfungsbegriffe schon liegt es aber, daß die Welt nicht ewig sein kann, weil sie in und mit der Zeit (am Anfänge) entstanden und durch den Raum bedingt innerhalb dieser Grenzen fich bewegt und außerhalb derselben nicht gedacht werden kann. Geschaffen sein, zeitlich, räumlich, endlich sein, nicht ewig sein, ist ganz dasselbe. Es gehört freilich Glaube dazu zu bemerken, daß die Welt durch Gottes Wort fertig geworden ist, und daß alles, was man steht, aus dem Nichts geworden ist, „daß die Himmel durch des Herrn Wort gemacht sind und all sein Heer durch den Geist seines Mundes." (Ps. 33, 6.) Herr Ph. ist selbst der deutlichste Beleg, wie der begreifende Verstand ohne die Offenbarung sich zu dem Gedanken der Schöpfung nicht erheben kann, auch wenn er gem möchte, wie ihn denn auch selbst die gepriesensten Philosophien nicht erreicht haben. Denn weit entfernt ihn in seiner Reinheit zu fassen, vermischt er ihn mit allerhand fremdartigen Vorstellungen, und nennt dann dieses Gemisch eine sichere, religiöse Zdee des A. T. Doch gehen wir weiter. Scharf und genau ist die Unterscheidung, welche zwischen Schöpfer und Geschöpf gemacht wird: dieselbe aber ist durch die Sünde zu einem Gegensatz geworden. Gott ist der Heilige, die Welt sündig^ zwischen beiden ein Widerspruch. Jedermann weiß, wie alle Thatsachen des A. T. diesen der Ausdruck die „Berge der Ewigkeit" 1. Mos. 49, 26. cf. Ps. 104, 5. besägen; die Berge sind der Typus des Uralten und des Beständigen. — Die Well wird nirgends im A. T. mit dem Worte bezeichnet. Wir können uns nur denken, daß Herrn PH. die rabbinische Formel NIN D^yn diese Welt d. L. diese Weltperiode, die vormesstanische, im Gegensatz zu einer künftigen fcOTI QSwif vorgeschwebt hat, — eine Formel, die sich auch im N. T. findet, und daß er sich durch sie zu jener wunderlichen Behauptung hat verleiten lassen. Im Prediger c. 3, 11., wo nach einigen das Wort schon in diesem Sinne stehen soll, hat selbst die Uebersetzung von Zunz: „gleichwohl hat er die Ewigkeit ihnen ans Herz gelegt." 3*