Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 3 (3.1848)
- Date
- 1848-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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34 bic Kraft des göttlichen Ällmachtswortes aus dem Nichts hervorgerufenen Welt, an die Stelle einer durch Raum und Zeit bedingten, endlichen Creator, welche in Gott allein ihres Daseins Grund und Ursache hat, schiebt er ein allgemeines Sein, welches allmählig zum Besonderen geworden sei, von dem man nicht erfährt, wie es sich zu Gott, den er das absolute Sein nennt, verhalte; an die Stelle der schaffenden Thätigkeit Gottes, welche „spricht und es geschieht, gebeut und es steht da", eine das Allgemeine zum Besonder» entwickelnde Einwirkung, die sich darauf beschränkt, „in die sichtliche Welt Gesetzlichkeit und feste Ordnung zu legen". Jenes „allgemeine" oder „allgemeinere" Sein bleibt ihm immer als ein Stoff übrig, der zu Gott in selbstständiger Stellung verharrt, da Gott ihm nur eine besondre Gestaltung gegeben. Den Weltschöpfer macht er also in ganz heidnischer Anschauung zum Weltbildner, von dem im Chaos am Ende nur die Form, „die Besonderung" herrührt. Damit man uns aber nicht vorwerfe, wir hätten in diesen etwas schwebenden Redensarten, weil doch der Ausdruck Schöpfung auch vorkommt, zu viel gesucht, dafür hat Herr Ph. selbst gesorgt. Denn p. 27. sagt er wörtlich: „Welt und Ewigkeit hat im Geiste des Mosaismus dieselbe Bezeichnung oViy (schon 1. Mos. 21, 33.)" Diese Behauptung, welche über seine Anschauung keinen Zweifel lässt, läuft nun aber dem Geiste des A. T. eben so schnurstracks entgegen wie sie auch vollständig unwahr ist.*) Haben Welt und Ewig- •) Nie und nirgends wird der Creatur Ewigkeit beigelegt, am allerwenigsten in der Stelle, welche Ph. zum Beweise ansührt. Dort heißt es: „Abraham rief daselbst an den Namen des Herrn, des ewigen Gottes" Gott und nur er allem ist der Ewige, er bleibet, wie er ist, während Himmel und Erde vergehen werden; in Beziehung auf ihn kommt jenes Wort sehr oft vor. -— Es bezeichnet übrigens zunächst die sehr lange währende Zeit, deren Anfang und Ende im Dunkeln liegt, und wird daher bald von der Vergangenheit, bald von der Zukunft gebraucht. (Vgl. 0e8en. lex. 8. v.) Wenn es im Prediger Salomo c. i, 4. heißt: Ein Geschlecht vergeht, das andre kommt; die Erde aber stehet Db'ttJb in Ewigkeit, so wird die Erde als das Dauernde, Bleibende, Feste den wechselnden Menschengeschlechtern gegenüber gesetzt, nicht aber soll ihr eine Ewigkeit, wie ste nur Gott zukommt, beigelegt werden. Nichts anders will