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Dibre Emeth · 1848-02-01 · 2 (2.1848) · page 12

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
2 (2.1848)
Date
1848-02-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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28 bezweifelten, erklärten ihn für wahnsinnig, und machten ihm weiß, die Missionare seien bereits aus dem Lande vertrieben, obfchon sie recht gut wußten, daß sie sich in Warschau aufhielten. Da es nun dem redlichen Abraham nicht gelang, von dem Aufenthaltsorte der Missionare Kunde zu erhalten, er sich aber, nachdem er im neuen Testamente die Worte Christi (Marci 16, 16.) gelesen hatte: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden re." als ein von Herzen an Jesunr Gläubiger nach der heiliger: Taufe sehnte, so entschloß er sich, indem ihm kein anderer Weg zur Erfüllung seiner Sehnsucht offen schien, sich dieserhalb an den katholischen Pfarrer seines Ortes zu wenden. Mit seinem neuen Testament in der Hand ging er zu ihm und bat ihn auf Grund desselben um die Taufe. Der unwissende Priester aber ließ sich über Abraham und das Buch hart aus, nannte dies ein ketzerisches und erklärte ihm, daß er es verwerfen und von sich thun müsse, wem: er ein guter Christ werden wolle. Diese Behauptungen und Forderungen wollten dem redlichen Forscher nicht einleuchten. Er entschloß sich daher, sich lieber von diesem Priester zurückzuziehen, als das ihm thener gewordene neue Testament zu verachten und weg zu werfen. Etwas später erhielt er Kunde davon, daß sich in Lublin, einer Stadt 6 Meilen von Kasimir, ein evangelischer Geistlicher befinde. Froh darüber, machte er nun eine Reise dorthin, in der Hoffnung, durch diesen Prediger sein ersehntes Ziel, die heilige Taufe, zu erlangen; aber er sah sich abermals getäuscht. Der bejahrte Pastor K. in Lublin war von polnischen Juden, die vorgegeben hatten, Christel: werden zu wollen, oft schon betrogen worden, und war darmn auch mißtrauisch gegen Abraham, einen Mann in bereits höherem Alter; daher wies er ihn kurz ab. Betrübt darüber, sich abermals in seinen schönsten Hoffnungen getäuscht zu sehen, kehrte er nach seiner Heimath zurück und glaubte nurr, daß es solche Bekenner des Evangeliums, wie sie das neue Testament darstelle, nicht mehr in der Welt gebe. Jndeß beschloß er, selbst ein solcher zu werden und zu bleiben, und ftthr fort, den Juden die göttliche Wahrheit des evarlgelischen Christenthnms zu verkündigen und an's Herz zu legen. Dem Schreiber dieses, welcher den Abraham Schwarzenberg

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