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Dibre Emeth · 1848-02-01 · 2 (2.1848) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
4 (1848)
Issue
2 (2.1848)
Date
1848-02-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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21 hältniffe zwischen Gott und dem Volke alle weitere Entwicklung der israelitischen Religion, des Zudenthums, ausgeht. Kann wohl eine Darstellung, die das übergeht, darauf Anspruch machen, geschichtlich zu sein? Herr Ph. wird einwenden, er wolle ja nicht auf den Mosaismus, wie er im Buchstaben dasteht, zurückgehen, sondern nur die festen und sichern Ideen des Mosaismus zum klaren Bewußtsein bringen, (p. 13.) Er will also trennen zwischen Buchstabe und Geist; denn anders läßt sich dieser Gegensatz nicht fassen. Nun giebt er sich zwar das Ansehen, als sehe er nur bei einzelnen Gesetzen vom mosaischen Buchstaben ab, um die mosaische Idee zu finden, wenn er z. B. aus deni „Pflüge nicht Ochs und Esel zusammen" das Allgemeine zieht, vereinige nicht widernatürlich Getrenntes, Verschiedenartiges, (p.38.) Indessen wenn er auch das nur thäte, wenn er gar, um die sichern Ideen zu finden, von den Offenbarungsthatsachen und den geschichtlichen Ereignissen, in denen sie enthalten sind, absieht, so begegnet ihm durchaus und genau dasselbe, was er einer Partei in der christlichm Kirche, „die christlich bleiben will, ohne historisches Ehristenthum, und aus demselben heraussondern will, was ihr die Wahrheit scheint," (p. 164.) ganz treffend vorwirst. Wenn nämlich jene Partei sagt, Grundlage soll sein die Schrift nicht dem Worte, sondern dem Geiste nach, so ruft ihr Herr Ph. zu: „Das ist Phrase. Denn entweder trage ich hinein, was mein Geist will, oder ich hebe heraus, was mein Geist will; beide Operationen machen aus der Schrift, was ich will. Damit habe ich denn mein'eigen Ich, und nicht die Schrift zur Grundlage gemacht, und das Ganze wird Schein." Für die Gebrechen im Hause seiner nächsten Nachbarn, der Lichtfreunde, hat Herr Ph. ein scharfes Auge, und daß dieselben auch ihn, der jüdisch bleiben will ohne historisches Zudenthum, bedrücken, das wird er nicht gewahr. Wie er die festen Ideen des Mosaismus sucht, so suchen jene die sichern Ideen des Christenthums, und wie sie „ihre Schwäche in dem Mangel eines sichern Kriteriums haben," so hat auch Herr Ph. darin seine Schwäche. Er sondert heraus und trägt hinein, was sein eigner Geist will; sich selbst macht

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