Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 1 (1.1848)
- Date
- 1848-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 sagt: „Wie können wir doch immerfort in so vielen Stellen den barbarischen Opferdienst wieder erflehen?" Da sieht man schon, wie oberflächlich und ohne alle Einsicht in das Wesen des alten Testaments dieser Reformer über die heiligsten Anordnungen Gottes im alten Bunde urtheilt. Herr Aron beruft sich für diese Kultus-Aenderungen auf den berühmten Maimonides; allein gerade in Frankreich fmrden dieses Mmmes Ideen den hef- Ngsten Widerstand. Obgleich wir mit Herrn Aron in vielem Wesentlichen nicht einverstanden sind, so freuen wir uns doch, daß er die bisher so geistig träge Masse der Elsässischen Israeliten auf seine Weise anzuregen sucht. Vieles ist zu thun; denn Seite 279. berichtet Hr.Aron, daß der junge Rabbiner von Zabern, der einen Mißbrauch am Tage der Gesetzesfreude abschaffen wollte, so spöttisch in der Synagoge selbst mißhandelt wurde, daß er dieselbe an diesem Festtage verlassen mußte und man ihn noch auf der Straße ausspottete. Da ist wahrlich noch viel auszufegen, bis nur einige Ordnung einkehrt; aber wie für alle Krankheit des Geistes, giebt es auch hier nur ein wahrhaft wirksames Mittel: das Wort Gottes, das Israel zuruft: nHs£G 'D "pnbx "" 11? IDIC* : "pil?3 „Kehre wieder, Israel, zu dem Herren, deinem Gott; denn du bist gefallen um deiner Missethat willen." (Hoseas 14,2.) Im Mederrheinischen Departement (des Elsasses) besuchten im Jahre 1843: 2006 jüdische Kinder die Schulen, heute 2680 nach Angabe des L’ami des Israelites, und zwar in 24 öffentlichen und 33 Privatschulen 2230, und 450 besuchen verschiedene christliche Schul-Anstalten. Die vielen Privatschulen sind meist von ungebildeten und sehr schlecht besoldeten Männern besorgt; alleiy du die Juden im Elsaß in vielen kleinen Orten zerstreut wohnen, so sind nur wenige Gemeinden im Stande, eigentliche geprüfte Lehrer anzustellen.