Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 1 (1.1848)
- Date
- 1848-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Büchyr - Anzeige. 1) Die Zukunft Israels und der Christenheit, oder die Erfüllung der biblischen Weissagungen über Israels Bekehrung und die daraus folgende Verpflichtung der evangelischen Christen, vornehmlich der Deutschenjetzt schon mitzuwirken. Ein Buch für Fürst und Volk von vr. W. Bötticher, Professor am Königl. Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Berlin. Berlin 1848. Im Selbstverläge des Verfassers und in Commission bei W. Thome. 2) Die evangelische Judenmission in ihrer Wichtigkeit und ihrem gesegneten Fortgange, dargestettt von V. St. Steger, .drittem Prediger bei St. Aegyden Ln Nürnberg. Hof 1847. Gottfried Adolph Gran. Bei der geringen Theilnahme, welche die Mission unter dem Volke Israel bisher gefunden hat, wird sich gewiß jeder wahre Freund und Beförderer derselben aufrichtig freuen und zur Dankbarkeit gegen den Herrn verpflichtet fühlen, sobald er wahrnimmt, daß die Gleichgültigkeit dagegen in Abnahme, die Theilnahme dafür aber in Zunahme ist. Wenn sich nun aber so kräftige, ja man kann sagen begeisternde Stimmen für das große und heilige Werk vernehmen lassen, und dessen Betreibung nicht nur als berechtigt, sondern als die heiligste Pflicht eines jeden Christen auf eine so ergreifende und für Alle verständliche Weise aus der heiligen Schrift Nachweisen und begründen, wie dies in den beiden vorliegenden Schriften der Fall ist, so athmet das Herz wieder einmal so recht frei, man fühlt sich wie neu belebt mld möchte vor lauter Freude nichts thun, als Jubel- und Lobgesänge anstimmen zu Ehren des Herrn, des Gottes Jakobs. Referenten wenigstens erging es so beim Durchlesen dieser Schriften, und wenn sie auch nicht auf alle Leser denselben Eindruck machen und dieselbe Wirkung in ihnen Hervorrufen sollten, so glauben wir doch, daß sie Niemand aus der Hand legen wird, ohne zum ernsten Nachdenken über das große Werk der Judenmission und vielleicht auch zur bereitwilligen Theilnahme an demselben angeregt worden zu sein. Je fester nun in uns selbst die Ueberzeugung wurzelt, daß wir der Vollendung und Herrlichkeit des Reiches Gottes auf Erden nur dann erst entgegen sehen dürfen, und daß darum auch die Mission unter den Heiden nur dann erst zur herrlichsten Blüthe sich entfalten wird, wenn die Mission unter den Juden in ihrer wahren Bedeutung erkannt wird und man ihr zugleich auch die ihr nach dem Worte Gottes gebührende Austnerksamkeit und Theilnahme schenkt, desto sehnlicher müssen wir die Zeit herbei wünschen, in der alle gläubigen Christen diese Ueberzeugung mit uns theilen und auch mit Hand an das große Werk der Judenmission legen. Und da wir die beiden vor uns liegenden Schriften für ganz geeignet halten, eine solche Ueberzeugung