Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 1 (1.1848)
- Date
- 1848-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 geoffenbart. Was läßt sich gegen diese Schlußfolgerung einwenden? Und in der That, dieselbe Urkunde, aus der Herr Ph. die Nachricht von einer Offenbarung an Israel, einem Sprechen Gottes zu Moses und den Propheten geschöpft hat, berichtet anch, daß Gott zu Adam und Eva gesprochen, daß er sich ihnen offenbart habe. Und wenn weiter berichtet wird, daß man schon zu des Enos Zeiten angefangen habe, den Namen des Herrn anzumfen, d. h. in gemeinsamer Feier ihn zu verehren, so folgt daraus, daß die ersten Menschen von dem, was sie von Gott wußten, nicht schwiegen. Einen rohen Naturzustand, d. h. einen solchen, in welchem der Mensch gemäß den rohen Trieben seiner Sinnlichkeit dahin lebt und in seiner Erkennttiiß so weit zurück ist, daß er zur Sonne spricht: „Du bist mein Gott," weil sie ihn wärmt und ihm leuchtet, und zur Erde: „Du bist meine Göttin," weil sie ihn kleidet und nährt, einen solchen Zustand als den Ausgangspunkt der Menschenentwicklung neben dem anerschaffnen Ebenbilde Gottes zu behaupten, ist — Gedankenlosigkeit. Hätte sich Herr Ph. nur klar gemacht, was die Schrift unter dem Ebenbilde Gottes versteht, wie es doch seine Pflicht war, da er aus ihr die ganze Vorstellung entnommen! Ihm geht der Begriff in dem der Freiheit und Selbstbestimmung auf, wonach es dem Menschen frei stand, so und auch anders zu handeln; (p. 29.) — als ob diese abstrakte Freiheit, die Willkühr, nicht erst selbst auf tieferen Grundlagen ruhte und gewissen Schranken unterläge. Der Mensch ist nach dem Bilde Gottes geschaffen (1. Mos. 1, 26.), d. h. Gott hauchte ihm, dem Erdgebilde, Hauch des Lebens ein, wie dies c. 2, 7. erläuternd ausdrW. Weil er im Besitz dieses göttlichen Geistes ist, darum ist er, wie es selbst den Heiden nicht entging, göttlichen Geschlechtes. Wse höhere, geistige Seite des Menschen begründet seine eigimchümlichc und wesentliche Würde, die, wenn auch entstellt unh geschmälert durch die Sünde, dennoch so anerkannt und geehrt werden soll, daß, wer einen Menschen tödtet, an chr sich versündigt und darum mit dem Tode büßen muß. 1. Mos. 9, 6. Zn dieser Ebenbildlichkeit Gottes ruht NW als che nächster AG?